Der Pharma-Zulieferer Skan AG baut seinen Standort in Stein/CH aus. Ein entsprechendes Baugesuch lag noch bis zum Freitag, 9. April, auf der Bauabteilung der Gemeinde öffentlich auf. Geplant ist auf der fast 4000 Quadratmeter großen Parzelle an der Rüchligstraße demnach der Neubau eines Kompetenzzen­trums für sogenannte Ebeam-Technologie samt Montagehalle mit Bürogebäude und Photovoltaikanlage.

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Der Neubau wird den jetzigen Firmensitz der Skan Stein AG, eine Tochterunternehmung der Skan AG, ergänzen. Diese hatte 2008 im Rahmen einer Nachfolgeregelung die Fricktaler Hasler Maschinen- und Apparatebau AG übernommen. Seit 2017 wird das Unternehmen unter dem neuen Namen Skan Stein AG geführt.

Die Produkte

Die Skan AG gehört laut eigener Internetseite „zu den Pionierfirmen“ in den Fachbereichen Reinraumausrüstungen sowie Entwicklung und Bau von Isolatoren für die pharmazeutische Industrie. Diese Isolatoren werden laut Skan von namhaften Pharmaunternehmen etwa zur Abfüllung von Impfstoffen verwendet.

Werkstatt und Montagehalle

Am Standort in Stein sind die Bereiche Entwicklung/Engineering sowie die Lohnfertigung im Edelstahlbereich für die Pharma- und Lebensmittel-Industrie angesiedelt. Beim Bauprojekt geht es um eine Erweiterung des Standorts. Matthias Frei, CEO der Skan Stein AG, sagt: „Das aktuelle Firmengebäude direkt gegenüber ist an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen.“

Der Neubau

Der Bau sei nötig, um das Wachstum der Unternehmensgruppe zu bewältigen. Dazu gehört die Realisation des Kompetenzzentrums für Ebeam-Technologie. Bei Ebeam handelt es sich um eine Elektronenstrahlenbehandlung, die vor allem in der Sterilisation von Oberflächen angewendet wird.

Die Nutzung

Der Neubau umfasst ein vierstöckiges Bürogebäude mit rund 900 Quadratmetern Fläche. Für die Montage-, Keller-, Lager- und Testräumlichkeiten sind weitere 2000 Quadratmeter vorgesehen. Zur Einrichtung gehört neben einem sicheren Teststand für die Entwicklung von Ebeam-Anwendungen auch eine Werkstatt für Ingenieure und eine Montagehalle mit Kran.

Die Investition

Das Investitionsvolumen beträgt rund 8,2 Millionen Franken. Am Standort in Stein sind derzeit 70 Mitarbeitende tätig. In den nächsten Jahren sollen dank dem Ausbau bis zu 20 weitere Arbeitsplätze geschaffen werden, unter anderem in der Entwicklung, Montage und Elektromontage.

Bezug in rund einem Jahr

Die Erteilung der Baubewilligung vorausgesetzt, sieht der Zeitplan vor, dass bereits im Mai oder Juni die Bauarbeiten starten. „Wir möchten noch dieses Jahr so viel wie möglich realisieren“, sagt Matthias Frei. Der Bezug des neuen Gebäudes ist für Februar oder März 2022 geplant.