Die Pandemie ist auch an der Jugendmusikschule nicht spurlos vorüber gegangen. Das wurde jetzt deutlich bei der Versammlung des Zweckverbandes Jugendmusikschule Bad Säckingen im Kursaal. Dort hatten Vertreter und Verantwortliche des Verbandes genügend Abstand zur Verfügung, um den Regularien der Epidemie zu entsprechen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Jugendmusikschule waren gravierend. Schulleiter Manuel Wagner ging auch in seinem Jahresrückblick auf die Anstrengungen der Verbandverantwortlichen ein. Mit Ideen und Kreativität wurde die Fortführung des Schulbetriebes sichergestellt. Dennoch, das Resultat war eindeutig: weniger Veranstaltungen, weniger Konzerte, weniger Fortbildung im Schuljahr 2019/2020.

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Die besorgte Frage der jungen Musiker: „Haben wir jetzt Urlaub?“, „was machen wir jetzt?“ hat Manuel Wagner mit Taten beantwortet: „Wir haben sofort umgestellt auf Online-Unterricht, wo es ging“, so Wagner. Das führte jedoch zu komplett unterschiedlichen Voraussetzungen bei Lehrkräften und Schülern. Die nötige Software wurde in Windeseile installiert. „In der ersten Woche wurde bereits 60 Prozent des Unterrichts gehalten“, sagt Manuel Wagner. Der Onlineunterricht wurde auch für Großgruppen (Bläserklasse, Cajon, Orchester) durchgeführt. Kooperationspartner wurden per Videokonferenz ins Boot geholt. Die Zahlen zeigen es. Statt abzunehmen, haben sich die Unterrichtbelegungen von 1100 auf 1317 Stunden erhöht.

Planung schwierig

Wie geht es trotz widriger Umstände weiter? Tröstlich ist der Umstand, dass der Unterricht in vielen Sparten weitergeht. Jedoch mit Hindernissen. Die Regularien ändern sich häufig. Das macht die Planung problematisch. Die Entwicklung beim Ballett ist aktuell noch unklar. Zwei Lehrkräfte sind in Quarantäne. Vorbereitungen für mögliche Verschärfungen müssen rechtzeitig getroffen werden. Eine dominante Lösung stellt die Digitalisierung der Jugendmusikschule dar. Bedingt durch Corona und zwischenzeitlicher Unterrichtsverbote und Einschränkungen des Lehrbetriebes mussten die Verantwortlichen bereits handeln. Ein digitales Konzept wurde in Windeseile erstellt, ein Lernstudio eingerichtet. Über die Erweiterung der Musikschulsoftware konnten kurzfristig eingehende gesetzliche Änderungen schnell umgesetzt werden. Weitere Investitionen wie Tablets und Elektroarbeiten an Gebäuden sind im Haushaltsplan 2021 mit einem Betrag von 37.000 Euro vorgesehen.

Tobias Thomann stellte das neue Logo vor, dem der Zweckverband zustimmte. Da man mit der Erneuerung der Außendarstellung schon mal dabei war, wurde auch die „Jugendmusikschule“ in „Musikschule“ umbenannt.

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Bei der Wahl des Zweckverbandsvorsitzenden und seines Stellvertreters blieb alles beim Alten. Als Vorsitzender wurde Bürgermeister Alexander Guhl wiedergewählt. Bürgermeister Michael Thater bleibt sein Stellvertreter. Der Fuhrpark der Jugendmusikschule wird runderneuert. Die inzwischen in die Jahre gekommenen beiden Autos werden durch Elektrofahrzeuge ersetzt.