Von einem „historischen Tag“ und der „Wiederauferstehung“ des Gloria-Theaters sprach Theaterintendant Jochen Frank Schmidt bei der gut besuchten Programm-Premiere am Freitag. Den Auftakt der geplanten 103 Show-Events machte Kult-Comedian Christoph Sonntag mit seinem neuen Programm „Wörldwaid“, eine schwäbische Rundreise um den Globus.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Kabarettist aus Waiblingen nahm dabei gewohnt ironisch-satirisch Bezug zur anhaltenden Corona-Krise, der Bundestagswahl und dem Klimaschutz. Er deckte Paradoxa auf wie das Erwerben einer Maske ohne verfügbare Maske, brachte die Idee ein, die Impfquote durch ein gratis I-Pad zu jeder Impfung zu erhöhen und gab zu, dass die Querdenker recht mit der Annahme hätten, dass bei der Corona-Impfung Mikrochips mit geimpft würden, da man die Verpflanzung von Disketten schließlich mitbekommen würde.

Zudem sprach er von einer 4G-Regel: Geimpft, genesen, getestet – grundverunsichert. Dass sich in der Aufgabe des Homeschooling als „digitales Entwicklungsland“ herausgestellte Deutschland, habe nun eine Kanzlerauswahl aus den „toten Augen von Hamburg“ (Olaf Scholz) und dem Mann, dessen Name Programm ist: „Armin Lasch – et“.

Kulturelle Eigenheiten

Im Anschluss ging es mit schwäbischem Humor auf einer simulierten elfstündigen Flugreise zunächst nach Asien, dann nach Europa und Amerika. Dabei kamen kulturelle Eigenheiten und Klischees ebenso zur Sprache wie politische Verhältnisse.

Das könnte Sie auch interessieren

Beim „Sonntagsgespräch“ zwischen den Handpuppen Winfried Kretschmann und Günther Oettinger wurde die politische Führung Baden-Württembergs auf die Schippe genommen. Schließlich verhandelten die Bewohner der „EU-WG“ aus den jeweiligen nationalen Sichtweisen das Flüchtlingsproblem und „Bruder Christopherus“, der auch im SWR-Fernsehen auftritt, benannte in seiner Ansprache die wichtigsten Berufsgruppen der Corona-Krise: Ärzte, Krankenschwestern und Profi-Fußballer und kam auf die im Trend liegende Berufsgruppe der Virologen zu sprechen. Zum Abschluss des gelungenen neuen Programms begeisterte Christoph Sonntag mit dem Hit „Schwaben all over the world“ und verabschiedete sich mit dem Worten: „So, nun wär‘ des au gschwätzt“.