Die Corona-Krise hat im Einzelhandel und in der Gastronomie auch in Bad Säckingen tiefe Bremsspuren hinterlassen. Auch wenn unter erheblich erschwerten Corona-Bedingungen Geschäfte und Gastronomie wieder geöffnet haben, so sind die aktuellen Umsätze noch weit davon entfernt, den Unternehmen ein Auskommen zu sichern. Dies sind die Erkenntnisse des CDU-Stadtverbandes aus Gesprächen mit betroffenen Gastronomen und Einzelhändlern in der Stadt. Die staatlichen Hilfen seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein und reichten bei weitem nicht aus, die Verluste der vergangenen Wochen auszugleichen.

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Aktuell sind in Gastronomie und Einzelhandel erhebliche Auflagen zu erfüllen, die zusätzliche Kosten bei schwachen Umsätzen verursachen. Trotzdem bemühen sich die Einzelhändler und Gastronomen in der Stadt, den Kunden ein möglichst nahe an einen Normalzustand kommendes Einkaufs- und Gastronomieerlebnis zu bieten, so die CDU in einer Pressemitteilung. Was wäre Bad Säckingen ohne seine Vielfalt an Gastronomiebetrieben und die Breite an Einzelhändlern, fragt der Stadtverwand weiter?

Vielfalt an Gewerbe erhalten

Ob Münsterplatz oder Spitalplatz, Steinbrück- Schützen- oder Rheinbrückstraße, Altstadtkern, erweiterter Stadtkern oder Randbereiche, überall finde man vielfältige Gastronomie, Boutiquen, Facheinzelhandel und Verbrauchermärkte, die alle nicht nur durch die coronabedingten Grenzschließung um ihre Existenz kämpfen müssten. Auch das Verbraucherverhalten habe sich verändert: Online-Shopping bringe den Onlinehändlern ungeahnte Umsatzzuwächse, welche dem Facheinzelhandel fehlten, so die CDU. Gleichzeitig werde das Geld bei den Verbrauchern durch Kurzarbeit oder sogar Arbeitslosigkeit knapper.

Gastroverband erwartet Pleitewelle

Schätzungen des Gastronomieverbandes gehen laut CDU davon aus, dass etwa ein Drittel der Gastronomiebetriebe bundesweit die Corona-Krise nicht überstehen werden. Der Einzelhandelsverband spreche von einem Katalysator-Effekt durch die Corona-Krise. Die eher düsteren Aussichten für den Facheinzelhandel und damit die Innenstädte würden noch früher als erwartet Realität werden.

Solidarität für Wirtschaft

Der CDU-Stadtverband sieht aber auch die Chance, dass sich viele Verbraucher nach den teilweise heftigen Einschränkungen der letzten Wochen und Monate nach einem gemütlichen Shopping- und Gastronomie-Erlebnis sehnen – mit den durch Corona gebotenen Abstand und Vorsicht. „Wer auch in den nächsten Jahren gemütlich durch die Bad Säckinger Altstadt flanieren möchte, der sollte auch seine Einkäufe dort tätigen, wo er gerne in die Schaufenster schaut oder sich fachlich beraten lässt“, appelliert der Stadtverband. Denn der Bad Säckinger Einzelhandel und die Gastronomie benötigten die Solidarität der Bad Säckinger Bevölkerung nicht nur in Worten, sondern auch dadurch, dass die Säckinger in Säckingen einkaufen. Nur so ließen sich düster Prognosen vertreiben.

Lob für Pro-Bad-Säckingen-Aktion

Daher begrüßt der CDU-Stadtverband auch die Initiative von Pro Bad Säckingen und empfiehlt Gutscheine der Bad Säckinger Gastronomie und des Einzelhandels zu kaufen und zu verschenken. Wer sich nicht für ein Geschäft entscheiden könne, bekomme über das Tourismusbüro Gutscheine, die an vielen Stellen in der Stadt eingelöst werden könnten. Der CDU-Stadtverband appelliert an die Bevölkerung, die teilweise schwer gebeutelten Unternehmen in Bad Säckingen dadurch zu unterstützen, indem die Bevölkerung in der Stadt und nicht online shoppen geht.

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