Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner hat die Firma Geiger Textil GmbH in Bad Säckingen besucht, um sich ein Bild des Unternehmens in Zeiten von Corona zu machen. Mit am Tisch saßen neben Geschäftsführer Jochen Geiger und Patricia Geiger auch die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller (CDU), Bürgermeister Alexander Guhl und Rüdiger Leykum, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Bad Säckingen.

40 Prozent Schweizer Kunden

Die Schließung der Grenzen im März kam überraschend. „Ich war schockiert. Keiner war vorbereitet“, erinnert sich der geschäftsführende Gesellschafter Jochen Geiger an jene Momente. Denn 40 Prozent der Kunden des Textildienstleisters sind in der Schweiz ansässig.

Für Gewerbetreibende wie auch 60.000 Pendler ging schließlich alles glimpflich aus. Geiger wie auch Bürgermeister Alexander Guhl hoben in diesem Zusammenhang das rasche Handeln aller Verantwortlichen hervor wie auch die gute Zusammenarbeit mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten des Landkreises Waldshut, Felix Schreiner (CDU). Aktuell ist die Situation bei Geiger Textil so, dass der Umsatz um 15 Prozent gesunken ist, und 40 Mitarbeiter in Kurzarbeit sind.

Nach der Krise ist vor der Krise: Um gegen eine mögliche zweite Welle Corona gewappnet zu sein, forderten Schreiner wie auch Bürgermeister Alexander Guhl ein Regionalkonzept, das die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt. „Es kann nicht sein, dass der Schlagbaum einfach runtergeht“, meinte Schreiner und forderte eine gemeinsame Strategie mit den Schweizer Nachbarn, damit Waren- und Pendlerverkehr funktionieren: „Alleine in der Rehklinik Zurzach kommen 70 Prozent der Mitarbeiter aus Deutschland.“

Schlüsselprodukte in der Heimat produzieren

Für Jochen Geiger geht es in Zukunft aber auch darum, dass Schlüsselprodukte nicht ausschließlich mehr nur im Ausland hergestellt werden. Geiger Textil hatte vorübergehend auch Schutzmasken produziert und könnte sich vorstellen, zum Beispiel Schutzkittel wieder hierzulande herzustellen: „Wir würden wieder eine Näherei in Deutschland aufmachen, aber wir brauchen Unterstützung“, meinte Geiger mit Blick auf die höheren Lohnkosten in Deutschland. „Der Preis ist nicht alles“, bekräftigte Bürgermeister Alexander Guhl und forderte für die Arbeitsvergaben zusätzlich die Berücksichtigung eines Nachhaltigkeitskriteriums.