Die Volkshochschule (VHS) Bad Säckingen hat während des Lockdowns aus der Not eine Tugend gemacht und die Digitalisierung vorangetrieben. Die Kursteilnehmer nahmen die Online-Angebote in aller Regel gerne an, daher wird die VHS diese Angebote aufrechterhalten, aber gleichzeitig den gewohnten Präsenzunterricht beibehalten. Dies erklärte der Leiter Bernd Crößmann anlässlich des bevorstehenden Herbstsemesters. Dabei stellte er auch die neue Verwaltungsmitarbeiterin Andrea Sibold vor.

Weil das Herbst-Winter-Semester 100 statt der gewohnten 160 Kurse beinhaltet, verzichtete die Schule auf die Herausgabe eines gedruckten Programmheftes. Die Kurse können über die Internetseite gebucht werden, aber es ist auch möglich, sich per Telefon anzumelden oder im Sekretariat vorbeizukommen. Insgesamt zeigten die Teilnehmer Verständnis für den Umstieg auf Online-Kurse, und auch ältere Schüler waren bereit, diese neuen Formate auszuprobieren, auch wenn sie den direkten Kontakt zu den anderen Teilnehmern vermissten, so der Leiter.

Mehr Kurse, um Nachfrage zu decken

Einige Dozenten machten sich Sorgen um den Bestand ihrer gewachsenen Lerngruppen. Bernd Crößmann lobte die Bereitschaft, sich den Corona-Bedingungen anzupassen und mehr Kurse anzubieten, um eine Überschreitung der zulässigen Personenzahl zu verhindern. Diese Flexibilität zeigte sich auch bei den Einbürgerungs- und Deutsch-Tests für Zuwanderer: Nach dem Lockdown war die Nachfrage extrem groß, es musste ein Rückstau abgearbeitet werden. Die Dozenten boten mehrere Prüfungstermine an, damit alle Prüfungswilligen zum Zuge kamen.

Menschlicher Kontakt

Die VHS Bad Säckingen wird den Weg der Digitalisierung weiterhin beschreiten, „immerhin bekommen wir eine fünfstellige Summe aus dem Digitalpakt“, sagte der Leiter. Auf jeden Fall wird sie die bewährten Präsenz-Kurse als zweites Standbein beibehalten. „Für viele Teilnehmer ist der menschliche Kontakt und Austausch ein wichtiger Grund, um Kurse bei uns zu buchen, daher muss die VHS ein sozialer Treffpunkt bleiben“, stellte Crößmann fest. Derzeit sucht die Schule Dozenten, vor allem für Englisch. In Sprachkursen wie Deutsch, Spanisch, Arabisch und Schwedisch gibt es noch freie Plätze.

Die Corona-Regeln

Künftig ist nicht mehr die Zahl der Neuinfektionen ausschlaggebend für die Ausrufung der Basis-, Warn- oder Alarmstufe. Die Warnstufe gilt bei einer Auslastung von 250 Intensivbetten oder einer Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz von acht Intensivpatienten pro 100.000 Einwohner; bei 390 Betten oder einer Inzidenz von zwölf wird Alarm ausgerufen. Derzeit gilt die Basisstufe, und das bedeutet, dass in Innenräumen die 3-G-Regel gilt; im Freien entfällt dieser Nachweis. In der Warnstufe gilt immer die 3-G-Regel, wobei ein PCR-Test verlangt wird. In der Alarmstufe sind nur Geimpfte und Genesene zu den Präsenzkursen zugelassen.

Neue Mitarbeiterin

Seit Anfang September wird die Verwaltungsmitarbeiterin Stefanie Keller von einer neuen Kollegin unterstützt: Andrea Sibold lernte bei der Stadt Bad Säckingen den Beruf der Verwaltungsfachangestellten und bildete sich nebenberuflich zur Verwaltungsfachwirtin weiter. Sie war bei der Stadtkasse und Beitragsstelle beschäftigt, verbrachte ein Jahr in Irland, um mit Behinderten zu arbeiten, und nach ihrer Rückkehr arbeitete sie in den Gemeindeverwaltungen in Schliengen, Eimeldingen und Schwörstadt.