Bad Säckingen (ska) Einmal mehr entspricht die Baugenossenschaft „Familienheim“ dem hohen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Bad Säckingen. Nach einer zweijährigen Bauzeit sind in der Hugo-Herrmann-Straße 15 im Wohngebiet Rhein Au 23 neue Mietwohnungen entstanden. Zum Baubeginn 2018 waren Kosten in Höhe von 8,5 Millionen Euro veranschlagt. „Wir haben es geschafft, um 700.000 Euro unter der geplanten Summe zu bleiben“, freut sich Fridolin Singler, der geschäftsführende Vorstand der Baugenossenschaft. Mit dem sechsstöckigen Gebäude in der Hugo-Hermann-Straße 15 hat die „Familienheim Bad Säckingen eG“ das zweite Projekt im gehobenen Standard realisiert.

„Eigentlich war geplant, dass im Untergeschoss des Gebäudes ein Tages- oder Eiscafé entsteht“, erklärt Fridolin Singler. Doch sei man nicht nur aufgrund der aktuellen Zeit von diesen Plänen abgekommen. „Statt dem Café werden im Untergeschoss Büroräume zur Anmietung entstehen“, so Singler weiter.

Das neue Haus beherbergt vier Vier-Zimmer-Wohnungen in einer Größe von rund 110 Quadratmetern, acht Drei-Zimmer-Wohnungen in einer Größe von rund 94 Quadratmetern, acht Zwei-Zimmer-Wohnungen von jeweils rund 65 Quadratmetern und drei Drei-Zimmer-Wohnungen im Dachgeschoss mit rund 100 Quadratmetern. Dazu gehört eine Tiefgarage mit 28 Stellplätzen. Die barrierearmen Wohnungen werden über einen Personenaufzug von der Tiefgarage aus erreicht. Die Wohnungsgrundrisse sind durchweg modern gestaltet. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon mit bodentiefen Schiebetüren sowie einen Abstellraum. Sie sind mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, die über Fernwärme gespeist wird. In den großzügig gestalteten Badezimmern sind eine Badewanne und eine bodenebene Dusche sowie ein Waschmaschinenplatz vorhanden. Die Drei- und Vierzimmerwohnungen sind zusätzlich mit einem Gäste-WC ausgestattet. Die Wohnungen sind individuell mit einer offenen oder einer separaten Küche gestaltet. Die Böden in den Wohnräumen und im Flur sind mit einem Echtholzparkett, die Küchen mit einem hochwertigen Vinylboden ausgestattet. Großzügige Fensterflächen sorgen für lichtdurchflutete Räume, die mit elektrischen Jalousien, beziehungsweise Rollläden versehen sind. Im Untergeschoss stehenjeder Wohnung ein Kellerabteil, ein Tiefgaragenplatz sowie Fahrradstellplätze in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Zusätzlich befindet sich im Keller ein großer Trockenraum. Mülleimer finden ihren Platz in einem abgeschlossenen Nebengebäude.

Als KfW-Effizienzhaus 55 verbraucht das Wohngebäude nur 55 Prozent der Energie eines Referenzgebäudes (EnEV 2009). „Damit liegen die Mieter bei den zu zahlenden Heizkosten wohl unter dem Durchschnitt“, ist sich der geschäftsführende Vorstand sicher. Neun der insgesamt 23 Wohnungen werden durch das Programm „Bezahlbares Wohnen in Baden“ der Erzdiözese Freiburg und des Siedlungswerks Baden e.V. mit einem Mietzuschuss in Höhe von 1,50 Euro pro Quadratmeter und Monat auf die Dauer von zehn Jahren gefördert. „Diese Förderung kommt Familien mit Kindern, Alleinerziehenden sowie Personen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben zugute, sofern sie die Fördervoraussetzungen erfüllen“, so Fridolin Singler.

Die Baugenossenschaft Familienheim wird auf dem größten Teil der Außenanlage eine naturnahe bunte Blumenwiese anlegen. „Dies war bereits zu Beginn der Baumaßnahme mit dem Bad Säckinger Umweltreferenten Ralf Däubler von der Stadtverwaltung so abgesprochen“, erklärt Fridolin Singler. Ein entsprechendes Konzept ist bereits fertiggestellt. Dieses sieht auch die Verwendung von Ökopflastersteinen auf sämtlichen Hof- und Wegeflächen vor. „Das ist bei uns seit Jahren obligatorisch“, so Singler weiter.

Mit dem Neubau in der Hugo-Herrmann-Straße ist der Baugenossenschaft „Familienheim“ ein weiteres Gebäude in einer exponierten Rheinlage mitten in der Stadt gelungen. Die nach dem Bebauungsplan vorgegebene Bauweise mit Arkadengeschossen führte zu großzügigen Wohnungsgrundrissen und damit auch zu höheren Baukosten.

„Eine wirtschaftliche Vermietung ist folglich kaum unter 8,50 €/m² zu realisieren“, so Singler weiter. Durch den Wechsel von bereits bestehenden Mietern der Baugenossenschaft in das neue Haus sind mehrere kostengünstige Bestandswohnungen frei geworden, die bereits wieder vermietet werden konnten. Da im gesamten Bauzeitenplan bei keiner der beteiligten Handwerksfirmen ein Corona-Fall aufgetreten ist, konnte der Zeitplan uneingeschränkt eingehalten und die Wohnungen wie geplant übergeben werden.

Die Bauplanung und Bauleitung lagen in den bewährten Händen der Architektin Andrea Wegfahrt. Die Bauarbeiten wurden von regionalen Handwerksfirmen ausgeführt.

Familienheim schafft günstigen Wohnraum

In einer Bauzeit von zwei Jahren sind im Bad Säckinger Wohngebiet Rhein Au 23 Wohnungen entstanden. Zu jeder Wohnung gehören unter anderem ein Kellerabteil und ein Tiefgaragenplatz. Bilder: Susanne Eschbach
In einer Bauzeit von zwei Jahren sind im Bad Säckinger Wohngebiet Rhein Au 23 Wohnungen entstanden. Zu jeder Wohnung gehören unter anderem ein Kellerabteil und ein Tiefgaragenplatz. Bilder: Susanne Eschbach

Bad Säckingen (ska) Seit über 70 Jahren steht die Baugenossenschaft Familienheim in Bad Säckingen eG mit ihrem Namen für günstigen Wohnraum. Aktuell sind rund 1.120 Mietwohnungen im Besitz der Genossenschaft, der derzeit 1.560 Mitglieder angehören. Gegründet wurde die Baugenossenschaft im Jahre 1949. Anfangs befand sich die Geschäftsstelle in Rheinfelden, bevor dann im Jahr 1961 der Umzug in den Alemannenweg 1 in Bad Säckingen und 2016 der Wechsel in die neuen Geschäftsräume der Hilariusstraße 6 erfolgte.

Wie vorausschauend die Baugenossenschaft Familienheim arbeitet, zeigt sich auch darin, dass bereits Mitte der 1980er-Jahre mit der energetischen Sanierung der bestehenden Häuser begonnen wurde. Ein Weg, der sich heute bezahlt macht. Der Baugenossenschaft ist es zudem immer gelungen, bei den Bauvorhaben einen gesunden Mix aus Fremdfinanzierung und Eigenmitteln zu schaffen.

„Bei uns gibt es keine Kündigungen wegen Eigenbedarfs und viele unsere Mieter wohnen seit Jahrzehnten bei uns“, erklärt der geschäftsführende Vorstand der Baugenossenschaft Familienheim, Fridolin Singler. Wer sich für eine Wohnung der Baugenossenschaft interessiert, kann sich schriftlich darum bewerben. Dazu findet sich im Internet auf der Homepage der Baugenossenschaft unter www.bfh-bs.de unter „Angebote“ ein Formular, das ausgefüllt werden muss. Im Schnitt erreichen die Baugenossenschaft pro Tag zwei bis drei Bewerbungen, das sind im Jahr gut 600 Anfragen. Diese Bewerbungen haben eine sechsmonatige Gültigkeit, bevor sie vom Interessenten erneuert oder beendet werden müssen. Wird eine entsprechende Wohnung frei, wird diese einigen der in Frage kommenden Bewerbern angeboten. Gibt es mehrere Interessierte, entscheidet der Vorstand über die Vergabe der Wohnung. Erst dann muss die Mitgliedschaft begründet, und die Geschäftsanteile von dem Neumitglied eingezahlt werden. Die Anzahl der zu zeichnenden Anteile richten sich nach der für die Wohnung festgelegten Grundmiete. Die Anteile sind für die Dauer der Mietzeit unkündbar und werden derzeit mit einer Dividende in Höhe von vier Prozent verzinst.

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