Im Sommer werden die Radler in Bad Säckingen einen neuen Radweg benutzen können. Der künftige Radweg zwischen dem Bahnübergang Waldshuter Straße und der Güterstraße schließt eine Lücke im Radwegenetz der Stadt. Der Gemeinderat hat für die Bauarbeiten am Montag grünes Licht gegeben und den Auftrag an die Laufenburger Baufirma Weber-Bau für 183.000 Euro vergeben.

Der Radweg, der entlang der B34 aus Obersäckingen kommt hört hier auf. Er soll künftig beim Bahnübergang die Waldshuter Straße ...
Der Radweg, der entlang der B34 aus Obersäckingen kommt hört hier auf. Er soll künftig beim Bahnübergang die Waldshuter Straße überqueren, weiter entlang des Bahndamms bis zum Netto-Discounter führen und dort an die Radspur an der Güterstraße anknüpfen. | Bild: Gerber, Andreas

Bereits am 2. Mai wird Baubeginn für das 250 Meter lange Teilstück sein. Fertigstellung ist geplant am 8. Juni. „In den Sommerferien fahren wir schon auf dem neuen Radweg“, freute sich Bürgermeister Guhl im Gemeinderat. Er hoffte, dass es nicht zu Verzögerung bei den Bauarbeiten kommt. Teilweise hätten Baufirmen in diesen Zeiten Probleme mit der Materialbeschaffung. Eine „tolle Sache“ nannte er im Übrigen die Förderung des Radweges durch Land und Bund. 90 Prozent der Kosten würden über Zuschüsse abgedeckt.

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Dass es soviel Zuschuss gibt, ist auch ein Verdienst der Stadtkämmerei. Eigentlich sollte schon vergangenes Jahr gebaut werden. Verzögert hatte sich das Projekt eben wegen der Zuschüsse. Die Bundesregierung hatte im Januar 2021 überraschend die Fördermittel für den Radwegebau aufgestockt. Raimund Huber von der Stadtkämmerei entdeckte den Zuschsstopf und aktualisierte den bereits gestellten Antrag, um die höhere Förderung zu ergattern. Er war erfolgreich, dafür verzögerte sich nun allerdings der Bau auf dieses Jahr.

Das neue Teilstück schließt eine Lücke im Radwegenetz vom Bahnübergang Waldshuter Straße bis zur Güterstraße und zum Bahnhof. Dieser Lückenschluss entlang der Bahnlinie ist ein weiterer Schritt im „Mobilitätskonzept 2030“, das 2016 erarbeitet wurde. Seinerzeit waren Radwege und das Radwegenetz geprüft, Zählungen vorgenommen und Maßnahmen zur Verbesserung der Rad-Infrastruktur aufgezeigt worden. Daraus hatte sich auch der Lückenschluss nördlich des Bahnhofes abgeleitet.

Ein weiterer Radweg befindet sich derzeit in der Realisierung. Er wird beim neuen Baugebiet „Leimet III“ gebaut. Er führt vom Neubaugebiet entlang der Rippolinger Straße (L 152) zum Freibad. Die Kosten für den Bau übernimmt das Regierungspräsidium Freiburg, damit also das Land Baden-Württemberg.