Das Bad Säckinger Rathaus steht vor einer umfassenden Umstrukturierung: Im kommenden Jahr will Bürgermeister Alexander Guhl sie Stadtverwaltung neu ordnen und damit auch einige interne Abläufe straffen. Die acht städtischen Ämter sollen in einem ersten Schritt in fünf Fachbereichen aufgehen. Mittelfristig ist das Ziel sogar eine Reduzierung auf nur noch drei Fachbereiche. Damit einher geht eine Verkleinerung der Amtsleiterrunde, die zu einer Fachbereichsleiterrunde wird. „Es wird kein Mitarbeiter degradiert“, erklärt Guhl, im Gegenteil soll den städtischen Angestellten mehr Verantwortung übertragen werden. Das Ziel sind effizientere Abläufe und sinnvollere Vertretungsregelungen.

Mit der Neustruktrierung wird es 3,5 zusätzliche Stellen geben. Wie Alexander Guhl erläutert, hat die Gemeindeprüfungsanstalt die Organisation der Stadtverwaltung untersucht und einen Mehrbedarf zwischen 3,5 und sieben Stellen gesehen, um die anfallenden Aufgaben zu erledigen. Insbesondere bei der Digitalisierung der Verwaltung bestehe Nachholbedarf. „Hier müssen wir gewaltig Gas geben, um die Vorgaben des Landes bis 2025 zu erfüllen“, so Guhl. Eine zusätzliche halbe Stelle soll es deshalb hierfür geben. Neu geschaffen wird auch die Stelle der Fachbereichsleitung 4 (Soziales, Bildung, Tourismus, Kultur), dieser Fachbereich erhält auch eine zusätzliche Sachbereiterstelle (0,5), da im Bereich Schulen immer mehr Aufgaben auf die Stadt zukommen. Neu sind die Vergabestelle (0,5) und die Geschäftsstelle Gemeinderat (0,5), die Aufgaben des bisherigen Hauptamtsleiters Peter Lau übernimmt, der im kommenden Jahr in Ruhestand geht. Seine Stelle wird gestrichen, dafür wird die Kämmerei um eine Stelle aufgestockt. Weiteren Stellebedarf gibt es im Rechts- und Ordnungsamt (0,5-Stelle).

Neue Struktur: Aus acht Ämtern werden im nächsten Jahre fünf Fachbereiche.
Neue Struktur: Aus acht Ämtern werden im nächsten Jahre fünf Fachbereiche. | Bild: Obermeyer, Justus

Die Neustrukturierung hatte Guhl schon zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im vergangenen Jahr geplant. „In Zeiten von Corona machen solche Änderungen aber nur wenig Sinn“, so Guhl, der sich bei der Reform die Unterstützung des Steinbeis-Beratungszentrum Kommunalberatung einholte. Auch wenn die Organisation der Verwaltung nach Gemeindeordnung alleinige Sache des Bürgermeisters ist, wurde der Gemeinderat bei der Planung mit eingebunden. Die 3,5 zusätzlichen Stellen wurden vom sonst so sparsamen Gremium bereits gutgeheißen. Auch der Personalrat wurde eng eingebunden.

Neue Organisation

  • Fachbereich 1: Zentrale Steuerung (Leitung: Bettina Huber); zuständig für Personal, EDV, Gemeinderat, Beteiligungscontrolling Großprojekte, Haushaltsplanung und -vollzug, Kasse, Steuern und Buchführung.
  • Fachbereich 2: Recht und Ordnung (Leitung: Muriel Schwerdtner)´; zuständig für Rechts- und Ordnungsamts, Standesamt, Gemeindevollzugsdienst, Feuerwehr.
  • Fachbereich 3: Bauen (Leitung: Margit Ullrich); zuständig für Hoch- und Tiefbau, Umwelt und Energie, Technische Dienste.
  • Fachbereich 4: Soziales, Bildung, Tourismus, Kultur (Leitung: N.N.); zuständig für Schulen, Kindergärten, Jugend, Schulsozialarbeit, VHS, Tourismus, Archiv.
  • Fachbereich 5: Bauverwaltung, Liegenschaften, Vergaben (Leitung: Peter Weiß); zuständig für Baurecht, Gebäudemanagement, Bauleitplanung, Liegenschaften, Wirtschaftsförderung, Vergaben, Grundbucheinsichtsstelle, Forst.
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