Die Stadt Bad Säckingen klinkt sich als erste Gemeinde in die Fotovoltaik-Initiative des Landkreises ein. Konkret geht es bei der städtischen Solar-Kampagne um Informationen rund ums Thema Sonnenenergie. Gemeinsam mit der Energieagentur Südwest werden kostenlos öffentliche und private Beratungstermine angeboten.

Das könnte Sie auch interessieren

„Uns geht es darum, möglichst viele ungenutzte Solar-Potenziale in unserer Stadt zu heben“, sagte Guhl bei einem Pressetermin. Dafür soll die Info-Reihe aufklären. Er wie auch der städtische Umweltreferent Ralf Däubler stellen aktuell in der Bevölkerung ein „riesiges Interesse“ an diesem Thema fest. Gleichzeitig, so Guhl, gebe es oft wegen fehlender Informationen eine große Unsicherheit. „Das wollen wir ändern.“

Der Solarpark in Hänner auf 2,5 Hektar Fläche erzeugt Strom für knapp 500 Haushalte.
Der Solarpark in Hänner auf 2,5 Hektar Fläche erzeugt Strom für knapp 500 Haushalte.

Bei den Info- und Beratungsveranstaltungen geht es um alle Fragen zum Thema PV – egal ob zur Technik, zur Installation am Balkon, an der Wand oder auf dem Dach, zu steuerlichen Fragen, Förderung, PV-Pflicht, all die werde beantwortet, sagt Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur Südwest. Die Energieagentur Südwest ist ein von den Landkreisen Lörrach und Waldshut gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft getragene GmbH.

Das könnte Sie auch interessieren

Im Zuge der Energiewende müssten alle Möglichkeiten genutzt werden, sagte Münster. Und gerade hier im Südwesten weise ein deutlicher „Fingerzeig“ Richtung Sonnenenergie. Trotzt der hohen Sonnenausbeute in der Region würden bislang nur zehn Prozent der vorhandenen PV-Potenziale an Gebäuden genutzt, sagt er. Somit gebe es noch jede Menge brachliegende Kapazitäten.

Lieferengpässe und Preise belasten das Thema

Münster weiß, dass Lieferengpässe und gestiegene Preise das Thema im Moment belasten. Gleichwohl interessierten sich viel Menschen dafür – eben gerade wegen der Energiekrise und der enorm steigenden Stromkosten. Die Energiepreise seien letztlich auch der Faktor, der selbst eine verteuerte PV-Anlage immer noch wirtschaftlich arbeiten lasse.

Das könnte Sie auch interessieren

Genau hier liegt auch für den Bürgermeister der Hase im Pfeffer. Durch die eigene PV-Anlage werde jeder einzelne unabhängiger von der Entwicklung der Strompreise, und er leiste gleichzeitig noch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Aber zu all diesen Frage können sich Interessierte bei der städtischen Info-Reihe aufklären lassen. Start ist mit einem öffentlichen Informationsabend gemeinsam mit der Energieagentur am Mittwoch, 28. September, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Trompeterschlosses. Ab Mittwoch, 12. Oktober, werden dann regelmäßig Beratungsnachmittage in Kooperation mit der Verbraucherzentrale zwischen 14 und 17.45 Uhr im Rathaus angeboten. An diesen Nachmittagen können sich interessierte Einzelpersonen Termine geben lassen. Jeder Beratungstermin dauert eine Dreiviertel Stunde (Anmeldung bei Ralf Däubler, 07761/51-334 oder per Email daeubler@bad-saeckingen.de). Weitere Beratungsnachmittage sind am 9. November, 11. Januar, 8. Februar und 8. März.

Energieberater kommt auch nach Hause

Münster weist in diesem Zusammenhang auch auf die dritte Beratungsstufe hin. Wer es wünscht, kann einen Energieberater der Energieagentur anfordern, der vor Ort am Eigenheim des Interessenten die Situation bewertet. Hier werde allerdings mit 30 Euro ein kleiner finanzielle Beitrag fällig, so Münster. Die Energieberatung koste regulär 250 Euro, doch sie werde zum großen Teil gefördert durch die Bundesrepublik.