Schon oft sind die Besonderheiten der Trompeterstadt ausgezeichnet worden und wurden standesgemäß gefeiert. Doch eine Auszeichnung ist ein wenig untergegangen. Denn wie so vieles inzwischen, musste sich auch die Auszeichnung „2. Bundessieger des Fairen Handels“ Ende 2019, dem Coronavirus beugen. Immerhin behauptete sich Bad Säckingen in dem Wettbewerb unter 100 Kommunen aus ganz Deutschland und erhielt für ihr Engagement ein Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro.

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Aber: „Immer noch wissen viele Bürger gar nichts über unsere Auszeichnung“, bedauert es Ralf Däubler vom Umweltreferat der Stadt Bad Säckingen. Von den vielen geplanten Veranstaltungen wurden lediglich der Infostand während des Berufsinformationstages (BIT), auf dem Campus der beruflichen Schulen umgesetzt und die „Faire Fasnacht“ im vergangenen Jahr. Dabei wurde in Zusammenarbeit mit der Narrenzunft Bad Säckingen dafür gesorgt, dass während dem Umzug am Fasnachtsmontag, lediglich Fair gehandelte Süßigkeiten von den Narren an die Zuschauer ausgegeben worden sind. Danach war erst einmal Schluss. Erst die Faire Kochshow im Oktober vergangenen Jahres in Wallbach rückte die Auszeichnung dann wieder ein wenig in den Vordergrund. Für den kommenden September, wird aktuell das dritte Faire Stadtfest geplant. „Wobei es natürlich noch nicht feststeht, ob es überhaupt stattfinden kann“, schränkt Ralf Däubler ein. Wer noch mehr über die Fairtrade-Town Bad Säckingen erfahren möchte, findet außerdem einen dreiminütigen Imagefilm auf dem Youtube-Kanal.

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Bereits 2017 hat Bad Säckingen den Titel „Fairtrade-Town“ erhalten. Um diese Auszeichnung zu erhalten, muss der Gemeinderat eine Erklärung abgeben, den Fairen Handel zu unterstützen. Gleichzeitig wird seit dieser Zeit im Rathaus selbst, nur Fair gehandelter Tee oder Kaffee angeboten. Aber auch die Geschäftswelt und die Gastronomie erklärten sich bereit, ein gewisses Kontingent an Fair gehandelten Produkten in ihrem Angebot mit aufzunehmen oder den Gästen anzubieten.

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Auch sorgte die Bad Säckinger Auszeichnung dafür, dass mit dem Kinderhaus Rhein Au die erste Faire Kita und mit dem Scheffel-Gymnasium die erste Faire Schule prämiert worden ist. Beide Einrichtungen erklären sich ebenfalls damit bereit, nicht nur Fair gehandelte Produkte zu verwenden, sondern die Kinder und Jugendlichen für den Fairen Gedanken zu sensibilisieren. So ist jetzt im Scheffel-Gymnasium eine Automat mit Fairen Produkten aufgestellt worden.

„Ein zweiter Automat soll noch folgen“, kündigt Ralf Däubler an. Wo der künftige Standort sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Gleichzeitig hat eine Klasse des Scheffel-Gymnasiums die Faire Kochshow im Oktober dazu genutzt, die Teilnehmer und Besucher einzeln zu fotografieren. In der Hand halten die Protagonisten als Fairtrade-Botschafter ein Schild mit einem Statement zum Fairen Handel. Inzwischen kam eine beachtliche Sammlung an Bildern von Fairtrade-Botschaftern aus dem Handel, der Politik, Bad Säckinger Einrichtungen oder Vereinen zusammen. Prominentester Botschafter ist dabei der ehemalige Fußballtrainer Othmar Hitzfeld, der vor fünf Jahren als Dozent die Kinderuni Hochrhein besucht hatte.

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Bad Säckingen selbst hat keinen Weltladen in der Stadt. Doch zahlreiche Geschäfte haben einige Produkte im Angebot. Somit sind die Produkte in sämtlichen Discountern der Stadt erhält. In den Supermärkten wie Schmidts Markt, Rewe, Kaufland oder Alnatura. Es gibt einen Stand mit Fair gehandelten Produkten auf dem Wochenmarkt. Das Reformhaus, der Bioladen, der Hofladen der Familie Bächle in Rippolingen, Zeitgeist oder die Confiserie Mutter sind ebenfalls mit einer Produktpalette mit dabei. In den Hotels „St. Fridolin“, „Rheinsberg“, „Goldener Knopf“ und im Restaurant „Rhybrugg“ werden die Gäste mit Fair gehandelten Produkten bewirtet.