„Die Historie der vergangenen 24 Jahre hat gezeigt, dass in Bad Säckingen zeitlos ein Bedarf an einer jungen Vertretung als Sprachrohr für junge Menschen in Richtung Welt der Erwachsenen besteht“, erklärte Peter Knorre, Kinder- und Jugendreferent anlässlich der konstituierenden Sitzung, die am Montagnachmittag im Sitzungssaal des Rathauses von Bad Säckingen, stattfand.

Mit der Wahl der Vorsitzenden Lian Hussein, die bisher kommissarische Vorsitzende war, wurden die Wahlen des Vorstandes des Bad Säckinger Jugendparlaments eröffnet. Sie wurde von 14 der 17 wahlberechtigten Anwesenden in geheimer Wahl gewählt. 15 Jugendliche kamen vom Scheffel-Gymnasium, zwei von der Werner-Kirchhofer-Realschule.

Zum ersten Stellvertreter wurde in Abwesenheit Jannik Rietschle mit 13 Stimmen gewählt. Zum zweiten Stellvertreter wurde Keanu Guth mit sechs Stimmen gewählt, da Jeremy Weibel, der zehn Stimmen erhielt, die Wahl nicht annahm. Kassenwart ist Julius Berchtold (elf Stimmen) und Schriftführerin Chiara Adler (zehn Stimmen). Ihr Mitbewerber Alex Buscemi erhielt acht Stimmen und wurde zum Stellvertreter bestimmt.

Bürgermeister: „Zukunft der Stadt“

Zuvor begrüßte Bürgermeister Alexander Guhl die Jugendlichen, als die „Zukunft der Stadt“. Er war erfreut, dass so viele junge Leute gekommen und bereit sind, Verantwortung zu tragen. Dem schloss sich Peter Knorre, Leiter des Kinder- und Jugendreferats an, der zusammen mit Manuel Elis, Leiter des Fachbereichs Soziales, Bildung, Tourismus und Kultur im Rathaus, die Sitzung und die geheimen Wahlen leitete.

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Peter Knorre ging auf das Auf und Ab des Bad Säckinger Jugendparlaments, das es seit 1998 gibt, ein. Nach den Kommunalwahlen 2019 war die Ausstellung mit Fotos von schönen und hässlichen Ecken in Bad Säckingen und die Gestaltung des Quellenhäuschens in der Badmatte 2021 als Treffpunkt die letzten Aktivitäten des Jugendparlament. Auch wegen Corona kamen weitere Aktivitäten zum Erliegen.

Lian Hussein weckt Jugendparlament wieder auf

Doch dann kam 2022 Lian Hussein wie Phönix aus der Asche. Sie absolvierte im April ihr Berufsorientierungspraktikum bei der Bad Säckinger Stadtverwaltung. Dabei durfte sie an einer Ausschusssitzung des Gemeinderats teilnehmen und bemerkte die beiden fürs Jugendparlament reservierten Plätze. Da sie die behandelten Themen interessierten, startete sie mit 15 Mitstreitern im Alter zwischen 15 und 20 Jahren einen neuen Anlauf mit dem Jugendparlament und wurde zur kommissarischen Vorsitzenden gewählt.

Peter Knorre ermutigte die jungen Leute, die Mitglieder der Stadtverwaltung mit Fragen zu löchern und ihre Ideen an den Mann oder die Frau zu bringen. In den Gemeinderatssitzungen haben die Jugendlichen bereits seit 2014 zwei beratende Sitze und damit ein Rederecht, dass sie (am besten gut vorbereitet) nutzen dürfen, denn Jugendbeteiligung ist eine kommunale Pflichtaufgabe. Sie sind allerdings nicht stimmberechtigt.

Die Wahlen beweisen, dass hier ein frischer Wind weht, auf den sich die Angehörigen der Stadtverwaltung und die Gemeinderäte und hoffentlich auch die Öffentlichkeit einstellen müssen.

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