61 Schüler der Hans-Thoma-Gemeinschaftsschule werden in dieser Woche in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet. Ein außergewöhnliches Schuljahr sei es gewesen, betonte Schulleiterin Christine Rutschmann im Rahmen der Entlassfeier am Mittwoch. Besonders wünschten Schulleitung und Klassenlehrer ihren ehemaligen Schützlingen Mut und Selbstvertrauen, um die Herausforderung der Zukunft zu meistern.

Ansprachen und Dankesreden

Die bei der Entlassfeier geltende Maskenpflicht war ein deutlicher Hinweis auf ein Schuljahr, das Kollegium und Schülerschaft der Hans-Thoma-Schule unter anderen Bedingungen durchzustehen hatten. So manche Abschlussparty und Klassenfahrt musste wegen der Pandemie ins Wasser fallen. Auf das „C-Wort“ ist bei den Ansprachen und Dankesreden zugunsten eines optimistischen Blicks in die Zukunft bewusst verzichtet worden.

Eine aus dem Ruder laufende Mathestunde spielte die Klasse von Lehrerin Christine Trein bei der Abschlussfeier nach.
Eine aus dem Ruder laufende Mathestunde spielte die Klasse von Lehrerin Christine Trein bei der Abschlussfeier nach. | Bild: Hrvoje Miloslavic

Von entsprechend aufmunternden und Mut zusprechenden Worten waren die Ausführungen von Rektorin Rutschmann sowie der Klassenlehrerinnen und -lehrer Björn Hänsel, Katharina Roiss, Christine Trein und Katja Mayer gekennzeichnet. Ein sehr einprägsames sprachliches Bild malte die stellvertretende Schulleiterin. „Der Wind lässt sich nicht ändern, aber die Segel können richtig gesetzt werden“, sagte Katja Mayer. Sie riet ihren Schülerinnen und Schülern auf ihren künftigen Wegen stets auf Mut und Hoffnung zu setzen, damit im Leben „kleiner Windböen nicht gleich zum Sturm werden“.

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Auch die anderen Klassenlehrer sahen im Selbstvertrauen das beste Rüstzeug für die Zukunft. „Neue Freiheiten bedeuteten auch neue Verantwortung“, gab Christine Trein zu bedenken. Sich nie von Zielen abbringen zu lassen, stets eine kritische Haltung beizubehalten und „auch mal Risiken einzugehen“ gab die Mathelehrerin ihren ehemaligen Schüler mit auf den Lebensweg. „Vertraut auf eure Fähigkeit“, forderte Katharina Roiss.

Gutes Miteinander

Die Kommentare und Beiträge der Absolventen ließen auf ein sehr gutes Miteinander zwischen Schülerschaft und Lehrer schließen. Mit einer nachgespielten und humorvoll aus dem Ruder laufenden Mathematikstunde attestierten die Schüler ihrer Mathelehrerin Christine Trein das Attribut „hart, aber fair“.

„Hart aber Fair“ – Eine Hommage der Absolventinnen und Absolventen an die Mathelehrerin Christine Trein.
„Hart aber Fair“ – Eine Hommage der Absolventinnen und Absolventen an die Mathelehrerin Christine Trein. | Bild: Hrvoje Miloslavic

Wohl sämtliche 43 Absolventen des Hauptschulabschlusses und 18 Absolventen der Mittleren Reife konnten die Worte ihres Schulkameraden Nico Ludwig bestätigen: „Es war eine gute Zeit, aber Gott sei Dank geht alles mal vorbei“.

Eine aus dem Ruder laufende Mathestunde spielte die Klasse von Lehrerin Christine Trein bei der Abschlussfeier nach.
Eine aus dem Ruder laufende Mathestunde spielte die Klasse von Lehrerin Christine Trein bei der Abschlussfeier nach. | Bild: Hrvoje Miloslavic

Gut vertreten zu sein scheint beim Absolventenjahrgang 2021 nicht nur der Humor und die Bereitschaft zu guter Leistung, sondern auch das künstlerische Talent. Mit viel Applaus bedacht wurde das in polnischer Sprache vorgetragene Lied „Czowieczy los“, das Wiktoria Stachura musikalischen Mutmacher für die Zukunft der Schuljahrgangs 2021 vortrug.