Nachts rauschen die Temperaturen bei oft klarem Himmel deutlich in den einstelligen Bereich, aber nach Auflösung morgendlicher Nebelfelder steigen die Temperaturen mit viel Sonnenschein über 20 Grad Celsius an. So ist bei der Kleidung Zwiebellook angesagt, am Morgen Jacke und Schal und nachmittags T-Shirt, kurze Hosen und Sonnenbrille.

Aber was hat es den auf sich mit dem „Altweibersommer“? Als Altweibersommer bezeichnet man eine Wettersingularität, die von Mitte September bis Anfang Oktober auftritt. Eine Wettersingularität ist ein Witterungsabschnitt, der zu einer bestimmten Zeit im Jahr mit einer höheren Wahrscheinlichkeit vorkommt. Die Witterung während des Altweibersommers ist geprägt von milden, sonnigen und trockenen Tagen. In den Nächten kühlt es jedoch, durch die im September schnell kürzer werdenden Tage, schon deutlich aus. In den Morgenstunden bildet sich oft Nebel oder Tau, der sich durch die noch ausreichend starke Sonneneinstrahlung meist vormittags auflöst. Oft gibt es in dieser Zeit auch den ersten Bodenfrost der Jahreszeit. Diese Altweibersommerwetterlage tritt mit über 70 % Wahrscheinlichkeit auf und kann von mehreren Tagen bis Wochen dauern, ja selbst noch weit in den Oktober hinein und sorgt dann für den sogenannten „Goldenen Oktober“.

Der Name könnte auch eine Anspielung auf die Spinnweben der Baldachin-Spinnen sein. Diese knüpfen (altdeutsch weiben) ihre zarten Fäden und lassen sie im Herbst durch die Luft segeln. In den klaren Nächten des Septembers benetzt der Morgentau die Spinnweben, sodass diese in der Morgensonne glitzern und an langes, silbergraues Haar älterer Frauen erinnern.

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