Hotel im Kurpark

In unmittelbarer Nähe der Aqualon-Therme schwebt Gesche Roestel ein Hotelbau-Projekt vor Augen. „Ein Haus mit möglichst vielen Sternen und Direktanbindung an die Therme, so dass sich möglichst viele Konzepte miteinander vebinden lassen.“ So umschreibt Roestel das Vorhaben. Barrierefrei und mit etwa 120 Zimmern soll das Vorhaben zu ungefähr 20 Prozent aus Fördermitteln bezuschusst werden.

Getragen werden soll das Projekt indes durch private Investoren, wobei die Planung in Wettbewerbsform vorgenommen werden soll, so Roestel. Optional solle es von Krankenkassen geförderte Familien-Urlaubsangebote geben. In diesem Zusammenhang solle Bad Säckingen außerdem das Thema Biosphärengebiet im Blick behalten, um dort gegebenenfalls noch beizutreten.

Statt Campus will Roestel im früheren Spital eine Privatklinik einrichten.
Statt Campus will Roestel im früheren Spital eine Privatklinik einrichten. | Bild: Baier, Markus

Krankenhaus statt Campus

Da die Planungen für das Ärztezentrum bereits relativ weit gediehen sind und auch die interessierten künftigen Mieter in Kürze aller Voraussicht nach die Mietverträge unterschreiben werden, will Gesche Roestel diesen Teil der Campus-Planung beibehalten. Alles andere soll nach ihrer Vorstellung allerdings ganz anders laufen. Anstatt Pflegeheim und Rehaklinik will Roestel nämlich eine Privatklinik im ehemaligen Krankenhausgebäude realisieren, die sich aber ach um eine Kassenzulassung bemühen müsse.

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Hintergrund sei, dass sie für die Region dringend eine Rund-um-die-Uhr-Notfallversorgung schaffen wolle. Dazu soll das Gebäude um ein bis zwei Etagen aufgestockt werden, so Roestel weiter: „Das Ganze ist so zu planen, dass man nach Eröffnung des Zentralkrankenhauses dann eventuell doch die Rehaklinik dorthin verlegen kann, ohne größere Baumaßnahmen vornehmen zu müssen.“

Die Modalitäten des gerade ausgeschriebenen städtebaulichen Wettbewerbs sollen entsprechend abgeändert werden. Die Bauleistungen müssten schnellstens ausgeschrieben werden, um das Klinikum möglichst bald eröffnen zu können.

Der Busbahnhof soll verlegt werden, hier sollen Sozialwohnungen entstehen
Der Busbahnhof soll verlegt werden, hier sollen Sozialwohnungen entstehen. | Bild: Baier, Markus

Umgestaltung Bahnhofsareal

Die städtischen Pläne einer Verlegung des Busbahnhofs auf die Nordseite der Gleise hält Roestel für durchaus sinnvoll. An die Stelle des Busbahnhofs will die Kandidatin derweil Sozialwohnungen bauen lassen: „20 Jahre Mietpreisbindung, eine verkehrsberuhigte Zone und Lärmschutz zur Bahnlinie hin“, seien dabei wichtige Aspekte. Hier könnte wiederum ein Wettbewerb der Planer zur Findung des besten Konzepts erfolgen.

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Derweil will Roestel das Marienhaus sanieren, das Pflegeheim erhalten und möglichst anbauen. Die Bergseestraße will sie per Unterführung unter den Gleisen durch verlegen, um der Verkehrsbelastung Herr zu werden. „Bei der Ausarbeitung der Details sind Experten gefragt“, so Roestel.

Raum für Sozialwohnungen sieht Gesche Roestel auch oberhalb Obermoos.
Raum für Sozialwohnungen sieht Gesche Roestel auch oberhalb Obermoos. | Bild: Baier, Markus

Sozialwohnungen ins Obermoos

Die Grundstücke im Bereich oberhalb Obermoos würde Roestel per Kauf oder Erbpacht in städtischen Besitz bringen, um dort Sozialwohnungen für Familien und Alleinerziehende bauen zu lassen: „Die Nähe zum geplanten Kindergarten auf dem Campus-Gelände ist ideal“, so ihre Einschätzung.

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Auch hier würde sie per Wettbewerb das beste Konzept ermitteln lassen, wobei am Ende die Bürger entscheiden sollen, welches zum Zuge kommt: „Gerade in solchen Bereichen ist Bürgerbeteiligung wichtig.“

Mehr Druck beim Bau der A98 will die Kandidatin aufbauen.
Mehr Druck beim Bau der A98 will die Kandidatin aufbauen. | Bild: Rolf Haid

Autobahn

Die schnelle Realisierung der Umfahrung von Bad Säckingen in Form einer Autobahn ist eines der Kernanliegen von Gesche Roestel: „Die Gegebenheiten sind vorhanden. Es muss so schnell wie möglich mit dem Bau begonnen werden.“ Vor allem müsse die Stadt Druck machen, was das Heilquellen-Gutachten betrifft. Es müsse eine Frist gesetzt werden, dass die Ergebnisse so schnell wie möglich vorgelegt werden.

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Dass das Ganze bereits vor einem halben Jahr veröffentlicht wurde, wusste die Kandidatin beim Gespräch mit unserer Zeitung nicht. Derweil plädiert sie für die Autobahnführung in der Konsens-Trassenvariante: „Die betroffenen Parteien sind sich einig. Warum also noch daran rütteln?“

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