Seit dem Sommer ist der Eggberg-Trail für Mountainbiker gesperrt. Die illegale Abfahrt, die durch Kommunal- sowie Privatwald führt und 18 Jahre von der Stadt Bad Säckingen geduldet wurde, zählt zur Mountainbike-Kategorie Enduro: Sie ist versehen mit Sprüngen und Steilkurven, führt bergab und bergauf.

Vergleichbare Alternativen gibt es in der näheren Umgebung keine, klagt Kevin Mann, der die Abfahrt deshalb gemeinsam mit 20 anderen Mountainbikern legalisieren möchte. Und tatsächlich zeigt ein Blick in die Region: Die Möglichkeiten für Enduro-Mountainbiker sind trotz optimaler Bedingungen im Südschwarzwald mau. Hier ein Überblick:

Lange Anfahrt zu legalen Alternativen

Weil nun auch die illegalen Enduro-Trails in Niederhof und Waldshut gesperrt und teilweise bereits zurückgebaut wurden, bleibt Mountainbikern nur die Option, längere Anfahrten mit dem Auto auf sich zu nehmen:

  • In Freiburg gibt es die nächste Enduro-Strecke in Deutschland, die vergleichbar wäre mit der Eggberg-Abfahrt. Der sogenannte Canadian-Trail – drei Kilometer lang, 500 Höhenmeter bergab – ist einer von zwei offiziellen Strecken des Vereins Mountainbike Freiburg.
  • In der Schweiz, genauer: in Sissach, bietet sich eine weitere legale Alternative. Der Endless-Trail führt hier 2,6 Kilometer über Schanzen, Wurzelteppiche sowie durch Steilkurven und überwindet dabei 282 Höhenmeter.
  • Und in Todnau existiert für all jene, die es noch extremer wollen, ein kostenpflichtiger Bike-Park, erklärt Kevin Mann. Dort fanden in der Vergangenheit bereits die Deutschen Downhill-Meisterschaften statt.

Sabine-Spitz-Trail in Bad Säckingen teils zugewuchert

In Bad Säckingen selbst wäre da eigentlich noch der Sabine-Spitz-Trail, der westlich des Waldschwimmbads auf einer Länge von vier Kilometern durch Bad Säckinger Kommunalwald verläuft. Diese Strecke fällt allerdings in die Mountainbike-Kategorie Cross-Country, die hauptsächlich auf Ausdauer abzielt – das heißt: Es geht dort nicht nur bergab, sondern auch mal bergauf. Kevin Mann: "Zusätzlich ist der Trail mittlerweile zum Teil zugewuchert, weil er immer seltener befahren wird."

Der Sabine-Spitz-Trail verwildert zunehmend.
Der Sabine-Spitz-Trail verwildert zunehmend. | Bild: Kevin Mann

Nur Waldwege eine Option am Hochrhein

So bleiben den Mountainbikern vor Ort nur noch Waldwege. Und die müssen mindestens zwei Meter breit sein, so schreibt es das Landeswaldgesetz Mountainbikern vor. „Natürlich achten wir dabei auf die Spaziergänger“, sagt Mann.

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