Auch Bad Säckingen ist dabei. Bürgermeister Alexander Guhl stellte das Projekt gestern zusammen mit der städtischen Wirtschaftsförderin Gabriele Wöhrle-Metzger und Elisabeth Vogt vor. Guhl: „Wir müssen wissen, wie die Wirtschaft mit den Standortbedingungen zufrieden ist, wo eventuell der Schuh drückt und wo sie die Anforderungen für die Zukunft sehen.“ So könne zielgerichteter etwa in den Bereichen Verkehr, Digitales oder Stadtentwicklung geplant werden.

Derzeit wird die Umfrage an 2000 Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten in den beiden Landkreisen verschickt, berichtete Gabriele Wöhrle-Metzger. Aber auch kleinere Betriebe können sich beteiligen. Wer keinen Fragebogen erhält, fügt Elisabeth Vogt hinzu, wendet sich an die Wirtschaftsregion Südwest und erhält einen digitalen Zugang zur Teilnahme an der Umfrage (Kai Müller, Tel. 07751/86-2603, kai.mueller@wsw.eu; oder Karin Gerlach, Tel. 07621/5500-150, karin.gerlach@wsw.eu).

Die Umfrage soll fundierte Informationen bringen und Grundlage für eine konkretere Wirtschaftspolitik sein. Für die vier großen Städte am Hochrhein, Lörrach, Rheinfelden, Bad Säckingen und Waldshut, wird es eine gesonderte Auswertung der Ergebnisse geben. In Bad Säckingen werden 105 Unternehmen um ihre Beurteilung gebeten. "Es soll uns helfen, konkrete Entwicklungsabsichten in der Wirtschaft zu erkennen", so Gabriele Wöhrle-Metzger. Unter anderem könne es da um den Bedarf an Gewerbeflächen gehen. So berichtete sie von häufigen Anfragen von Betrieben hinsichtlich gewerblicher Grundstücke. Die Stadt sei deshalb dabei, die Gettnau als Gewerbegebiet auszuweisen.

Derzeit werde der Flächennutzungsplan geändert, eine Vorstufe zum Bebauungsplan. Das Verfahren sei jedoch ziemlich langwierig. Ebenso gebe es im Industriegebiet Trottäcker in zweiter Reihe hinter Grieshaber Logistic, Geiger Textil und Autohaus Guida noch mehrere Grundstücke, die bereits bebaut werden dürften. Allerdings muss dort die Zufahrt geregelt werden. Beim Nachweis eines konkreten Bedarfs könnten eines oder beide Gebiete entwickelt werden. Wöhrle-Metzger schätzt, das beide „schlagartig vollzukriegen sind“.

Die Wirtschaftsregion Südwest ist eine Gesellschaft zur wirtschaftlichen Förderung der Landkreises Waldshut und Lörrach. Ihr gehören in der Hauptsache die Landkreise, deren Gemeinden, die Volksbanken und Sparkassen, die IHK, die Handwerkskammer sowie die Duale Hochschule Lörrach an.