Bad Säckingen Werner Rauscher gibt die Leitung des Altenwerks der Münsterpfarrei ab

Dekan Peter Berg verabschiedet Werner Rauscher als Leiter des Altenwerks der Münsterpfarrei. Dennoch bleibt der fast 85-Jährige äußerst engagiert.

Werner Rauscher ist am Mittwoch als Leiter des Altenwerks der Münsterpfarrei verabschiedet worden, obwohl dieses Verb die Sache nicht ganz trifft. „Verabschiedung heißt, dass jemand danach nicht mehr da ist“, sagte Dekan Peter Berg in seiner Laudatio. Denn Werner Rauscher wird auch künftig als Gast der Seniorennachmittage präsent und im gesellschaftlichen Leben der Stadt aktiv sein. Auch der „zweite Ruhestand“ bedeutet bei ihm nicht den Rückzug ins Private.

Die Fürsorge für ältere Mitbürger ist prägend für das Leben des Mannes, dem man nicht anmerkt, dass er im April seinen 85. Geburtstag feiern wird. 1979 übernahm er die Leitung des Seniorenzentrums St. Franziskus, die er 22 Jahre lang innehaben sollte. Ab 2003 widmete er sich dem Altenwerk. „Er hat dies lange, gut und würdig gemacht und mit seinem Team viel auf die Beine gestellt“, sagte Peter Berg.

Die Seniorennachmittage sollen die Menschen zusammenführen und ins Gespräch bringen. Unterhaltung zu bieten, ist zwar wichtig, aber das Programm umfasst auch kulturelle Angebote und Vorträge zu Themen wie Gesundheit und Rechtsthemen, die für Senioren relevant sind. „Die Menschen sollen etwas mit nach Hause nehmen“, so der Dekan. Die Angebote stoßen auf viel Resonanz und es mangelt auch nicht an Helfern, „aber jetzt müssen wir überlegen, wer künftig die Fäden in der Hand hält und sich Gedanken um das Programm macht“, kündigte Berg an.

Werner Rauscher bedankte sich bei den Besuchern und Helfern und erzählte die Geschichte eines 100-jährigen Heimbewohners, der meinte, dass „das Leben viel zu kurz“ sei – ein Motto, das auch auf Rauscher selbst zutrifft, der etwaigen Problemen immer mit einer lebensbejahenden Haltung auf der Grundlage des christlichen Glaubens entgegentritt. Daher reicht sein Engagement weit über sein Berufsleben hinaus: Er vertrat die Interessen der Bürger während zweier Wahlperioden im Gemeinderat. Und 27 Jahre lang war er Mitglied des Pfarrgemeinderats St. Fridolin, den er 17 Jahre lang leitete. Noch immer fühlt er sich dem Seniorenzentrum St. Franziskus verbunden, und daher sitzt er seit zehn Jahren dessen Förderverein vor.

Dem gelernten Schriftsetzer ist auch die Liebe zum Schreiben geblieben, und so nimmt er in der dreimal jährlich erscheinenden Heimzeitung „Der Trompeter“ als wacher Beobachter Stellung zu historischen, lokalen und aktuellen Themen. Außerdem ist er Mitglied im Förderkreis der Caritas-Werkstätten in Wallbach. Dass er ein gut bestelltes Altenwerk hinterlässt, zeigte der von 60 Gästen besuchte Seniorennachmittag, den Werner Fritsche auf dem Akkordeon begleitete. Alice Kopf und ihre Tanzgruppe führten traditionelle und modernere Tänze auf und Familie Kessler sorgte mit üppigen Platten an Selbstgebackenem für die Verpflegung. Die eingegangenen Spenden kommen dem Babyhospital in Bethlehem zugute.

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