Es tut sich was auf dem Waldfriedhof in Bad Säckingen: Seit gut einer Woche sind Michael Riehm und Thomas Berger vom städtischen technischen Dienst dabei die Hauptwege mit Split aufzufüllen, was insbesondere die regelmäßigen Friedhofsbesucher freuen dürfte.

Denn Dank dieser Maßnahme, ist das Wegenetz um und zu den Gräbern deutlich besser zu begehen, wie der Leiter des technischen Diensts, Klaus Strittmatter, unterstreicht: „Bisher war auf den Wegen roter Sand. Darauf ist das Wasser schlecht abgelaufen und es war oft matschig. Auf den gemachten Wegen ist das jetzt schon viel besser.“ Im Beisein von Bürgermeister Alexander Guhl und der Presse konnte Strittmatter die ersten Fortschritte der Wegsanierung vor Ort begutachten.

Rund 75 Tonnen Split haben Riehm und Berger seit Beginn der Sanierung bereits verteilt und festgerüttelt. Etwa 50 Meter würden sie pro Tag schaffen, insgesamt müssen ungefähr zwei Kilometer Weg aufgefüllt werden. „Jeden kleinen Weg können wir nicht machen“, räumt Strittmatter ein. Allerdings sollen bis zum Herbst alle Hauptwege saniert sein.

Um dem leidigen Problem mit dem schlechten Abfließen des Wassers entgegenzuwirken, achten die Mitarbeiter des technischen Diensts darauf, dass die Wege das richtige Gefälle haben. „Wir machen entweder eine Querneigung oder ein Dachprofil“, erklärt Riehm. Folglich kann das Wasser zu den Wegrändern hin abfließen. Den Praxistest haben die neuen Wege nach den Regenfällen am vergangenen Wochenende jedenfalls bestanden, wie die Verantwortlichen zufrieden feststellten. Und auch für Senioren seien die Split-Wege deutlich komfortabler. „Die Wege sind rollatorgerecht, das haben wie bereits getestet“, berichtet Strittmatter.

Für die Friedhofsgänger seien die bislang schlechten Wege seit längerem ein Ärgernis gewesen, weiß Guhl. Umso zufriedener zeigt er sich nun, dass die Sanierung vorangeht: „Die Lösung mit dem Split ist eine wirkliche Verbesserung.“ 23 Euro pro Tonne Split kostet die Stadt die Sanierung – angesichts des normalen Unterhaltungsbudgets von etwa 7000 Euro, das für den Waldfriedhof vorgesehen ist, komme man mit der Sanierung an die Grenzen. Aber dennoch ist man sich einig, dass die Arbeiten nötig waren.

Der Grund: Viele Gärtner und Steinmetze, die auf dem Friedhof beruflich tätig sind, befahren die Wege mit schweren Fahrzeugen, was Schlaglöcher und Absenkungen zur Folge hat. Auch die neuen Wege werden dadurch in Mitleidenschaft gezogen, allerdings nicht im gleichen Ausmaß wie die Sandwege. „Es ist eine pflegeaufwendige Alternative, nach dem Winter werden wir auf jeden Fall nochmals aufschütten müssen“, schätzt Strittmatter. Diesen Aufwand nehme man jedoch gerne in Kauf, da die zweite Alternative – die Wege zu asphaltieren – für die Stadt keinesfalls in Frage käme.

Sanierung: Bei der Wegesanierung auf dem Waldfriedhof werden die ursprünglich rötlichen Sandwege mit einem Mineralgemisch und anschließend mit Split aufgefüllt. Für die Sanierung werden in den kommenden Wochen zwischen 400 und 500 Tonnen Split auf den Friedhofswegen verteilt.