Bad Säckingen – Heizwärme und Warmwasser verursachen in Wohngebäuden den größten Energieverbrauch. Wie hier gespart werden kann, das ist den Eigentümern häufig nicht bekannt. Stadt und Stadtwerke starten deshalb in Kooperation mit der Energieagentur Regio Freiburg die Wärmeinitiative Bad Säckingen. Die Infomations- und Beratungsplattform will Bürgern die energetischen Schwachpunkte an ihren Gebäuden sowie Potentiale für eine Optimierung aufzeigen.

Bereits seit dem Jahr 2012 befindet sich die Stadt im Prozess des European Energy Award (eea). Die Wärmeinitiative versteht in diesem Rahmen als eine von vielen Maßnahmen, die für einen nachhaltigen Klimaschutz stehen. Sie richtet sich an Gebäudeeigentümer und Eigentümergemeinschaften in Bad Säckingen mit Ortsteile, deren Gebäude vor dem Jahr 1995 errichtet wurde. Insgesamt kostet das Projekt rund 70¦000 Euro. 30 Prozent, also 21¦000 Euro steuern die Stadtwerke bei, der große Rest wird durch Fördergelder des Landes-Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gedeckt.

Vor-Ort-Check für 50 Euro

Wie Johannes Jekal, Energieberater der Stadtwerke, gestern erläuterte, fördert die Wärmeinitiative die stufenweise Beratung. Erste Stufe ist die niederschwellige Einstiegsberatung im Rahmen eines etwa zweistündigen Vor-Ort-Checks. Inklusive Bericht kostet die Schwachstellenmanalyse den Hauseigentümer 50 Euro. Die Stadtwerke beteiligen sich hier mit 200 Euro. Förderstufe zwei wäre die Erstellung eines Energiekonzepts mit Analyse zu Sanierungspotentialen und Wirtschaftlichkeit. In Stufe drei werden Modellprojekt initiiert und gefördert.

Für die Wärmeinitiative wurde ein Netzwerk aus qualifizierten, regionalen Energieberatern, den "Wärmelotsen", gegründet. Sie führen die Vor-Ort-Checks durch, entwerfen die Energiekonzepte und betreuen die Modellprojekte. Die Initiative wird ergänzt durch öffentliche Informationsveranstaltungen (siehe Infokasten). Eine Homepage ist im Aufbau.

Bürgermeister Alexander Guhl, Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Pflüger, Rüdiger Fleck, Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg, und Johannes Jekal sind überzeugt, dass das Projekt gut angenommen wird. Bislang gebe es jedenfalls viel zu wenig Informations- und Beratungsangebote zu diesem Thema. "Es ist wichtig, dass wir die Leute abholen", so Jekal. CO2-Reduzieren gehe nur im Dreiklang von Wirtschaft, Privaten und Kommunen, unterstreicht Guhl zum Umweltaspekt. Pflüger baut auch auf das "Grundvertrauen" der Bevölkerung zu den Stadtwerken. Das sei die Grundvoraussetzung, um solch ein Konzept vor Ort erfolgreich umsetzen zu können.

Info-Veranstaltungen

Die Wärmeinitiative Bad Säckingen startet mit der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 21. Juli, 18 Uhr in der Mensa des Scheffel-Gymnasiums. Ab diesem Tag können sich Interessierte an die Kontaktstelle bei den Stadtwerken richten: Johannes Jekal, Telefon 07761/5 50 24 83, E-Mail: johannes.jekal@sws-wenergie.de

Erneuerbare Wärme: Mittwoch, 28. September, 18 Uhr, Gemeindesaal Rippolingen

Kraft-Wärme-Kopplung: Mittwoch, 26. Oktober, 18 Uhr, Sitzungssaal der Feuerwehr in Wallbach

Wärmenetze in Bad Säckingen: Mittwoch, 24. November, 18 Uhr, Mensa des Scheffel-Gymnasiums