Mit reichlich Vorschusslorbeeren ist die Deges in das "Abenteuer A98" gestartet. Das liegt an dem großen Renommee, das die Planungsgesellschaft mitbringt. 1250 Kilometer Fernstraßen hat die Deges seit 1991 realisiert. Aktuell plant und baut die Gesellschaft fast 2500 Kilometer Straßen. Das kann sich sehen lassen. Die politischen Vertreter der Region verbinden mit dem neuen Autobahnplaner deshalb die Hoffnung, dass es nun schneller vorangeht als unter der Federführung des Regierungspräsidiums, das angesichts der Vielzahl der Probleme überfordert schien.

Vor allem im Waldshut macht sich nun Euphorie breit: Hier gibt die Deges richtig Gas und steigt sofort in die Planung ein, was vor einem Jahr kaum denkbar war.

In Laufenburg-Hauenstein dürfte sich hingegen einmal mehr Enttäuschung breit machen: Hatte der baden-württembergische Landtag 2015 in der Begründung seiner Petitionsentscheidung klar formuliert, dass die gefährliche Abfahrt Hauenstein schnell entschärft werden muss, droht nun eine weitere Warteschleife, weil die Deges zunächst alle acht vorliegende Varianten prüfen muss. Hier ist das Regierungspräsidium im vergangenen jahr längst nicht so weit vorangekommen, wie die Region erhofft hatte.

Wie es im Bereich Bad Säckingen/Wehr weitergeht, ist ebenfalls völlig offen. Ein wenig Klarheit könnte sich im Herbst ergeben, wenn die Untersuchungsergebnisse der Bohrungen in Bad Säckingen vorliegen. Mancher hofft schon jetzt, dass durch den Quellenschutz die eine oder andere Trassenvariante wegfällt.