Die 21. Ausgabe des Berufsinformationstages (BIT) am Samstag Berufsschulzentrum Bad Säckingen war gut besucht, gleich am Morgen konnten die ersten Schulanmeldungen verbucht werden. Mit 74 Ausstellern aus allen Berufsbranchen und vier Infoständen von Schulen hatten die interessierten Jugendlichen die Qual der Wahl.

Die 27-jährige Edeka-Bildungsreferentin Miriam Göbel informiert an dem Stand der Schmidts Märkte über die unterschiedlichen Ausbildungslehrgänge.
Die 27-jährige Edeka-Bildungsreferentin Miriam Göbel informiert an dem Stand der Schmidts Märkte über die unterschiedlichen Ausbildungslehrgänge. | Bild: Christiane Pfeifer

 

Auch die Stadt Bad Säckingen war in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Stand vertreten. Drei Auszubildende aus der Gärtnerei (Ronja Urich), dem Forst (Jana-Carina Hirsch) und aus dem Verwaltungsbereich (Thekla Valente) informierten die Besucher über Dauer und Art ihrer Ausbildung. Bürgermeister Alexander Guhl: „Wir besetzen auch eine Ausbildungsstelle zur Fachkraft für Abwassertechnik. Die Schwierigkeit bei dieser Lehre ist der Berufsschulunterricht in Stuttgart.“ Insgesamt fünf Lehrstellen bietet die Stadt Bad Säckingen in diesem Jahr an. Guhl erklärte, „die Ausbildung zum Forstwirt oder zur Forstwirtin ist sehr beliebt, ebenso die der Verwaltungsfachangestellte.“

Ehab Al Sweidani absolviert im Moment im Jugendhaus eine Ausbildung als Erzieher. Er könnte sich vorstellen, über das Hochschulamt Lörrach sich zum Sportlehrer weiterzubilden.
Ehab Al Sweidani absolviert im Moment bei pro juve Caritas Jugendhilfe eine Ausbildung als Jugend-und Heimerzieher. Er könnte sich vorstellen, über das Hochschulamt Lörrach sich zum Sportlehrer weiterzubilden. | Bild: Christiane Pfeifer

Viele Unternehmen nutzen dieses Angebot, um auf sich als Ausbildungsbetrieb aufmerksam zu machen. So wirbt das Schluchseewerk mit einem „Wanted“ Flyer im Wild West Stil, der den Azubis eine überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung und eine einjährige Übernahmezeit verspricht. Das Handwerk, so Ehrfried Mutter, stellvertretende Schulleiter der Gewerbeschule, leide unter einem Mangel an handwerklich begabten Auszubildenden. Mutter erwähnte: „Viele Jugendliche merken erst später, dass sie mit den Händen arbeiten möchten.“ Für die Betriebe werde der Kampf um Auszubildende immer härter.

Von Chemikant bis Brunnenbauer

Der Berufsinformationstag soll Betrieben helfen, qualifizierte Auszubildende zu finden und den Jugendlichen einen Überblick auf den Ausbildungssektor bieten. Die Ausbildungsmöglichkeiten erstreckten sich vom Brunnenbauer über Chemikant bis hin zu den Studiengängen wie Bachelor oder Master. Mutter betonte: „Es ist wichtig, dass wir weiterhin Betriebe aus der Region ansprechen und zum BIT einladen.“

Guhl begrüßt vielfältiges Angebot

Bürgermeister Guhl begrüßte das vielfältige Angebot des Berufsinformationstags, das von der Polizei über Baubetriebe bis hin zum Studium reiche. Er sagte, „gerade die Weiterbildung nach der Lehre bietet die Möglichkeit, die Praxiserfahrung ins Studium mit einzubringen.“ Dieser Meinung war auch die Schulleiterin der kaufmännischen Schule, Erika Breiling: "Für jeden Jugendlichen finden wir einen Weg, um ihn gut auf das Berufsleben und die Ausbildung vorzubereiten.“

42 Anmeldungen fürs Gymnasium

Der Schulleiter der Hauswirtschaftlichen Schule, Carsten Schnell, sagte: „Für das sozialwissenschaftliche Gymnasium haben sich bereits 42 Jugendliche mit Priorität eins angemeldet.“ Mit den Prioritäten können die Jugendlichen ihre präferierten Lehrgänge markieren. Schnell dazu: „Wir haben ein gerechtes Auswahlverfahren, das sich nach den Noten und der Anmeldefrist richtet.“ „Für das BK1 und das Berufskolleg ist es möglich,“ so Schnell „die Anmeldung online abzugeben.“ Für alle anderen Schularten haben sich die Schulen einem einheitlichen Papiermeldeformular angeschlossen, um Doppelanmeldungen entgegenzuwirken. Das Angebot verteilte sich auf die drei Schulhäuser der berufsbildenden Schulen.