Kreis Waldshut (msb) Aufgrund der anhaltenden Trockenheit gilt im Landkreis Waldshut ab Samstag, 4. August, ein generelles Verbot der Wasserentnahme aus Oberflächengewässern wie Bächen, Flüssen, Weihern und Seen.

Die Wasserstände von Bächen und Flüssen seien jetzt an einem kritischen Punkt abgekommen. „Durch die anhaltende Trockenheit seit etlichen Monaten und die weiterhin hochsommerlichen Temperaturen sind die Wasserstände so zurückgegangen, dass ein generelles Wasserentnahmeverbot unausweichlich war“, erklärt Jörg Gantzer, Erster Landesbeamter beim Landratsamt Waldshut.

Hitze und Trockenheit halten an

Zudem sei gemäß den aktuellen Wetterprognosen auch für die nächsten zwei Wochen keine nennenswerte Abkühlung und kaum Niederschlag zu erwarten. Jegliche Wasserentnahme wird per Allgemeinverfügung untersagt. Das Verbot gilt zunächst bis 31. August. Je nach Wetterlage in der 2. Augusthälfte wird eine frühere Aufhebung der Allgemeinverfügung geprüft, heißt es in der Mitteilung.

Bei Nichtbeachtung 10.000 Euro Bußgeld

Bei Nichtbeachtung des Verbots wird ein Bußgeld von bis zu 10000 Euro fällig. Das Entnahmeverbot gilt sowohl für alle Wasserentnahmen im Rahmen des Gemeingebrauchs als auch für alle bisher wasserrechtlich erlaubten Wasserentnahmen für die Bewässerung und Beregnung in Landwirtschaft, Forst und Gartenbau. Ausnahmegenenhigungen müssen beim Umweltschutzamt des Landratsamts beantragt werden und werden nur erteilt, wenn eine Beeinträchtigung des Allgemeinwohls ausgeschlossen werden kann, heißt es in der Mitteilung.

Derzeit von Verbot ausgenommen sind lediglich die Entnahmen aus dem Rhein und aus dem Grundwasser im erlaubten Umfang.