Warum soll die Ökobilanz nur am Amazonas oder anderen weit entfernten Flecken der Erde stimmen? Warum nicht auch bei uns? Diese Frage stellte sich im vergangenen Jahr eine gesellige Geburtstagsrunde in Wallbach.

Mit dabei unter anderem Martina Huber aus Rippolingen, eine gebürtige Wallbacherin sowie Waltraud Wunderle, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates aus Wallbach. Beide Damen sind seit vielen Jahren engagiert beim Wallbacher Dorffest und so entstand in launiger Runde die Idee, über das Dorffest etwas zur hiesigen Ökobilanz beizutragen und zwar mit Hilfe von 30 jungen Eichensetzlingen, die die Tombola, organisiert von Waltraud Wunderle, ergänzen sollten.

Eichen aus dem eigenen Garten

In Martina Hubers Garten steht ein 24 Jahre alter Eichenbaum, der regelmäßig den Garten mit Eicheln übersät, woraus sich lauter kleine Eichensetzlinge entwickeln. Hubers mittlerweile erwachsener Sohn brachte den Baum einst im Alter von rund vier Jahren von einem Spaziergang im Wald nach Hause, er wurde gesetzt und wuchs zur Freude des Buben zu einem kräftigen Baum heran.

Martina Hubers Ehemann Bernhard bekam die Aufgabe, 30 der kleinen, zarten Pflänzchen im Herbst unter der alten Eiche auszugraben, sie selbst setzte die Setzlinge in kleine Töpfe, hegte und pflegte sie nun rund neun Monate lang. Die Eichensetzlinge sollen nach ihrem Wunsch auch andere Kinder, so wie ihren Sohn damals mit ihrem Wuchs erfreuen (natürlich auch Erwachsene).

„Nach einem Jahr können sich die Leute dann Gedanken machen, wo sie die kleinen Eichen pflanzen, im eigenen Garten oder noch besser gleich im Wald„, sagt Martina Huber. Wallbachs Ortsvorsteher Fred Thelen gefällt die Idee: „Ich finde das gut. Wenn jeder seinen Setzling pflegt, können wir in zwei bis drei Jahren ein ganzes Waldstück aufforsten.“