Seit 1960 bilden die Konzerte alljährlich den Höhepunkt im Vereinsleben der Stadtmusik Bad Säckingen. Musikdirektor Johannes Brenke stand davon 30 Jahre am Dirigentenpult. Die Konzerte am letzten Samstag und Sonntag waren auch für die Zuhörer im voll besetzten Gloria-Theater ein Highlight mit wunderbaren musikalischen Leckerbissen.

Die Bad Säckinger Stadtmusik präsentierte sich als ein großartiges Orchester, voller Esprit und Charme. Es zeigte sich, dass sich die Musiker in jeder zu Gehör gebrachten Stilrichtung bestens bewegen können. Das Programm, das mit einigen Überraschungen gespickt war, machte dem 30-Jahre-Jubiläum von Johannes Brenke am Dirigentenpult alle Ehre.

Johannes Brenke wurde zum Ehrendirigenten ernannt.
Johannes Brenke wurde zum Ehrendirigenten ernannt.

In den vergangenen Jahren zeigte sich, dass sich Johannes Brenke immer wieder etwas Besonderes für seine Jahreskonzerte einfallen ließ. Heuer brachte er die junge Pianistin Hanna Friedrich als Solistin am Flügel zusammen mit seinem Orchester auf die Bühne, was sich keineswegs als Wagnis, sondern als eine sehr gelungene Kombination erwies. Die Vereinigung von Klavier und Blasinstrumenten bot ein besonderes musikalisches Erlebnis, welches von den Zuhörern begeistert gefeiert wurde. Die Solistin interpretierte am Flügel gekonnt und mit viel Einfühlungsvermögen die „Rhapsody In Blue“, aus der Feder des Komponisten George Gershwin die 1924 in New York uraufgeführt wurde. Sie spiegelt optimistisch und lebensbejahend das Leben im Schmelztiegel New York wieder. Das Stück verbindet Jazz und Sinphonik. Schon der signalhafte Aufstieg in der Klarinette fesselt die Zuhörer auf Anhieb und das bleib bis zum Schluss so. Zu hören war die Bearbeitung für Blechblasorchester von Ferde Grofé.

Die Stadtmusik Bad Säckingen begeisterte an den Gloria-Konzerten die Zuhörer. <em>Bild: Charlotte</em> Fröse
Die Stadtmusik Bad Säckingen begeisterte an den Gloria-Konzerten die Zuhörer. Bild: Charlotte Fröse

Für Überraschung sorgte der Auftritt des rosaroten Panters in Person, bei der Interpretation der Titelmusik von Henry Mancini zum gleichnamigen Film „The Pink Panter“. Schelmisch vertrieb der geschmeidige Panter den Dirigenten vom Pult und drückte ihm ein Musikinstrument in die Hand. Johannes Brenke ließ sich nicht lange bitten und spielte mit.

Für Kontraste, überraschende Klangbilder und Glanzpunkte sorgten im Programm unter anderem die „Akademische Festouvertüre“ von Johannes Brahms, die zum Auftakt gespielt wurde, ebenso „Children’s March“ von Percy A. Grainger, oder das sich an spanischer Folklore orientierende Stück von Alfred Reed „El Camino Real“. „Das Beste“, musikalische Erinnerungen an den unvergessenen Künstler Udo Jürgens, standen zum Schluss des Konzerts auf dem Programm. Danach war aber lange noch nicht Schluss. Drei Zugaben wurden vom Publikum eingefordert. Erst nach dem bekannten Wiegenlied „Guten Abend, gut’ Nacht“, verließen die Musiker die Bühne.

Die Stadtmusik Bad Säckingen begeisterte an den Gloria-Konzerten die Zuhörer..Bild: Charlotte Fröse.
Die Stadtmusik Bad Säckingen begeisterte an den Gloria-Konzerten die Zuhörer..Bild: Charlotte Fröse.

Ehrenmitglied Peter Strittmatter führte das Publikum voller Charme, mit Wissenswertem und mit heiteren Episoden zu den einzelnen Musiktiteln durch die Konzertabende.