Das Corona-Virus wirkt sich auch immer mehr auf das gesellschaftliche Leben in Bad Säckingen aus. So erlässt nun auch die Stadt im Sinne der Bemühungen zur Eindämmung der Viruserkrankung eine Allgemeinverfügung, gemäß der Großveranstaltungen verboten werden und für Veranstaltungen mit mehr als 200 Menschen eine Meldepflicht gilt.

Städtische Veranstaltungen, etwa auch im Kursaal, werden komplett gestrichen. Das Ganze tritt am Samstag, 14. März, in Kraft und gilt vorerst bis zum 3. April, so Ordnungsamtsleiter Markus Haag auf Nachfrage. Von den Einschränkungen nicht betroffen ist die Messe „Gartenlust„, die am heutigen Freitag um 10 Uhr im Schlosspark beginnt und bis zum Sonntag, 15. März, dauert.

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Auch das Gloria-Theater will bis auf Weiteres an seinem Veranstaltungsprogramm festhalten, wie eine Nachfrage unserer Zeitung ergab. Genauere Informationen rund um das Corona-Virus und dessen Auswirkungen auf Amtsgeschäfte und städtische Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen will die Stadt bei einem Pressegespräch am Freitag bekannt geben.

Dass die Gartenlust in gewohnter Form stattfindet, begründet Haag damit, dass es sich einerseits um eine Freiluftveranstaltung handelt, andererseits aber auch mit dem Veranstalter gewisse Vorkehrungen abgesprochen sind, so dass die Gartenmesse mit rund 80 Ausstellern, Künstlern und Fachreferenten ohne Einschränkungen über die Bühne gehen kann.

Für einige Irritation und Empörung, gerade in den sozialen Medien, sorgte der verhältnismäßig hölzern klingende Hinweis, den der Gartenlust-Veranstalter auf seiner Internetseite veröffentlichte, auch wenn dabei auch auf entsprechende Schutzmaßnahmen hingewiesen wird: „Gartenausstellungen unter freiem Himmel mit nicht mehr als ca. 1.000 Besuchern aus Nicht-Risiko-Gebieten zeitgleich sind nicht gefährlicher als eine Fußgängerzone.

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Jede Bahnhofshalle ist gefährlicher für eine Ansteckung. Unsere Veranstaltungen sind derzeit nicht betroffen“, stellen die Veranstalter klar.

Wie Markus Haag auf Nachfrage darstellte, gelte gemäß der Allgemeinverfügung, dass für Veranstaltungen ab 200 Besuchern eine Risikoanalyse vorgenommen werden müsse. Events, zu denen mehr als 1000 Besucher erwartet werden, werden gestrichen, um eine Ausweitung der Atemwegserkrankung möglichst zu vermeiden.

Weiterführende Maßnahmen wie die Schließung von Kitas oder Schulen seien aktuell noch nicht geplant, so Haag. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch Bad Säckingen in den nächsten Tagen entsprechende Maßnahmen ergreifen müsse, zumal in den umliegenden Kommunen Wehr und Murg bereits erste Betreuungseinrichtungen geschlossen werden mussten.

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