Eine Niederlage beim geplanten Beschluss hätte das Aus bedeutet. Ersatzlos. Zumal die Verhandlungsposition, die die Stadt in der Gemengelage Landkreis, Spitäler GmbH und Mehrheitsgesellschafter Waldshut-Tiengen hat, mehr als bescheiden ist. So gesehen ist das Erreichte wenigstens der Spatz in der Hand. Zugegeben: Die Enttäuschung der Zuhörer war verständlich. Denn der Gesundheitscampus mit geriatrischem Schwerpunkt erschien reichlich unkonkret. Man muss die Fakten schon mühsam zusammensuchen, damit ein Bild entsteht:

Der Landkreis macht 12,7 Millionen locker, es wird eine 24-Stunden-Notfallambulanz geben und stationäre Betten. Zudem braucht ein geriatrischer Schwerpunkt eine innere Abteilung. Zusammen sieht das schon ein bisschen wie ein Krankenhaus aus. Ob das alles auch so kommt? Da muss man im Landkreis Waldshut mit allzuviel Vertrauensvorschuss vorsichtig sein. Deshalb: Wenn dem Beschluss von gestern nicht dasselbe Schicksal blühen soll wie den zwei vorhergehenden Kreistagsbeschlüssen, müssen schon in der Dezembersitzung Nägel mit Köpfen her.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €