Rita Schwarzelühr-Sutter, Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, besuchte am Donnerstag im Zusammenhang mit der Gesundheitsversorgung in Bad Säckingen das Sanitätshaus Schneider in Obersäckingen, das morgen Eröffnung feiert.

Begleitet wurde sie von Bürgermeister Alexander Guhl sowie Alexander Wunderle, Gemeinderat und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bad Säckingen. Das Sanitätshaus Schneider hatte seinen Firmensitz im Mai verlegt vom Brennet-Areal (dort bestehen für diesen Bereich andere Planungen) auf das Areal der früheren Firma Autoteile Mayer in der Schaffhauserstraße in Obersäckingen. Sobald der Gesundheitscampus fertiggestellt ist, wird das Sanitätshaus auch dort mit einer Niederlassung vertreten sein.

Die Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter lässt sich am Firmensitz des Sanitätshauses Schneider in Obersäckingen von Inhaber Norbert Sittler (rechts) im Modellierraum für Formenmodelle ein Korsett für eine Vierzehnjährige erklären. Mit auf dem Foto Orthopädie-Techniker-Meister Stefan Zander, ebenfalls Mitglied der Geschäftsführung.
Die Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter lässt sich am Firmensitz des Sanitätshauses Schneider in Obersäckingen von Inhaber Norbert Sittler (rechts) im Modellierraum für Formenmodelle ein Korsett für eine Vierzehnjährige erklären. Mit auf dem Foto Orthopädie-Techniker-Meister Stefan Zander, ebenfalls Mitglied der Geschäftsführung. | Bild: Marion Rank

Weitere Niederlassungen gibt es im Seconia-Ärztehaus, in Rheinfelden sowie in Waldshut, zudem das Wäschehaus in der Innenstadt, spezialisiert auf Frauen mit Brustamputationen. Am Firmensitz in Obersäckingen ist man spezialisiert auf Orthopädie und Rehatechnik. Insgesamt 40 Mitarbeiter beschäftigen die Inhaber Norbert und Anja Sittler.

Rita Schwarzelühr-Sutter zeigte sich beeindruckt: Auf 4400 Quadratmeter verteilen sich unter anderem Büroräume, ein großer Anproberaum für Prothesenträger mit einer Schräge, Laufband und weiteren Gerätschaften, ein Modellierraum für die verschiedensten Formenmodelle. Selbst für Babys werden hier schon die notwendigen Hilfen angefertigt: Etwa Sichelfußschienen für gerade mal acht Wochen alte Babys, die zu wenig Platz im Bauch der Mutter hatten während der Schwangerschaft. Einlagen werden vor Ort gefertigt, durch ein Sichtfenster können Kunden beim Fräsen ihrer Einlagen zusehen. Das Einzugsgebiet des Sanitätshauses reicht von Rheinfelden über Bonndorf, Jestetten bis nach Singen.

Rund 1000 Rollstühle, rund 4000 Rollatoren und rund 300 Betten hat das Unternehmen aktuell ausgeliehen. „Ein richtig gutes mittelständisches Unternehmen“, so Rita Schwarzelühr-Sutter. Norbert Sittler, Orthopädie-Mechaniker-Meister, der 1993 in das Sanitätshaus Schneider eingetreten war und im Jahr 2000 die Geschäftsleitung übernommen hatte, bedauerte, dass zahlreiche Auflagen und zu viel Organisatorisches „hemmen“ und Zeit rauben würden: „Wir sind Handwerker.“