Bad Säckingen Spatenstich für neuen Golfplatz für die Golfwelt Hochrhein

Die Golfwelt Hochrhein ereweitert zum zehnjähriges Bestehen. Der Spatenstich für den neuen Neun-Loch-Platz ist gemacht.

Zahlreiche Hürden hatten überwunden werden müssen, am Freitag war es schließlich soweit: Das zehnjährige Bestehen der Golfwelt Hochrhein in Obersäckingen wurde mit dem langersehnten ersten Spatenstich der Golfplatzerweiterung von sechs Loch auf einen Neun-Loch-Platz gekrönt. Die Gesamtfläche der Erweiterung beträgt rund 30 000 Quadratmeter, damit umfasst die Golfwelt Hochrhein ein Gebiet von knapp zehn Hektar Gesamtfläche. Voraussichtlich im Mai/Anfang Juni 2017 soll der erste Abschlag von Loch Neun erfolgen. Laut Rolf Kasper, Schweizer Investor und Bauherr der Golfwelt Hochrhein, beläuft sich die Investition gesamthaft, inklusive Landkauf, auf schätzungsweise rund eine Million Euro. Die Golfplatzerweiterung hatte sich zäh und mühsam hingezogen. Seit im Jahr 2008 mit der Planung begonnen worden war, hatte es immer wieder Einwände gegeben, 2014 hatte die Erweiterung mit Hilfe einer Petition an den Landtag gestoppt werden sollen.

Im Beisein von Bürgermeister Alexander Guhl, Vertreter des Gemeinderates und der Stadtverwaltung, Gesellschafter und langjähriger Mitglieder der Golfwelt Bad Säckingen, zogen Altbürgermeister Günther Nufer, Erwin Lauterwasser, Vorsitzender des Kuratoriums der Erwin-Himmelseher-Stiftung und Rolf Kasper bei der Feier zum ersten Spatenstich Resümee. "Es war nicht nur mit goldenen Teppichen gepflastert, sondern einige Hürden mussten übersprungen werden", so Günther Nufer. Bürgermeister Alexander Guhl bedankte sich bei Nufer, "was er mit der Golfwelt aus einer Industriebrache für die Stadt getan habe.

" Für ihn war "ein kleines Sommermärchen wahr geworden." Für Erwin Lauterwasser war die Industriebrache ein Schandfleck. Und doch war er von der Idee eines Hotels "anfangs nicht angetan". "Ein ständiges Bohren, Kämpfen um Geld, politische Einsichten" sei es gewesen, erinnerte er sich an die vergangenen Jahre. Rolf Kasper hatte gleich "in der Industriebrache Entwicklungsmöglichkeiten" gesehen, die Elemente Kultur, Freizeit, Sport und Tourismus treffen hier zusammen, wenn man diese Synergien nutze, würde es erfolgreich werden, erinnerte er sich.

Für Kasper waren Nufers große Stärke dessen Visionen, und dass er sich nicht aus dem Konzept bringen lassen habe, sondern seine Ziele verfolgt habe. Einig waren sich alle darüber, dass Nils Bosley, Hotelmanager des Golfhotels, massgeblich zu dessen Erfolg beigetragen habe.

Beim Spatenstich informierten Rolf Kasper und Golfplatz-Experte Christian Affolter die Anwesenden über die Renaturierung der Golfplatzerweiterung. "Nur 2000 Quadratmeter werden gedüngt, biologisch: Greens und Abschläge, der Rest bleibt Naturwiese. Durch die Pflanzung alter Hochstamm-Obstbaumsorten, wie Apfel, Quitte und Birne, soll der Natur etwas zurückgeben werden." Insgesamt 1000 neue Sträucher wurden geplanzt.

Die Golfplatzerweiterung

BUND-Regionalverband und Ortsverband Bad Säckingen hatten 2014 beim zuständigen Ministerium für Verkehr und Infrastruktur eine Pedition gegen die Erweiterung eingereicht. Wie schon zuvor der Bau des Golfhotels, hatte sich auch die Erweiterung des Golfplatzes zu einem Politikum entwickelt. Widerstand gegen die Erweiterungspläne kam vor allem aus den Reihen der Grünen-Fraktion des Gemeinderates, die auf die Grünzäsur, von der Ortsgrenze Obersäckingen bis zum Krebsbach verwies, wo Baumaßnahmen und Erweiterung extensiver Sportanlagen nicht erlaubt seien, sofern nicht von übergeordnetem Interesse. Auch der Wildtierkorridor war Grund für Widerstand gewesen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund eine Million Euro.

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