Beim 15. Slowup hat alles gepasst, besonders das Wetter, das sich von seiner besten Seite zeigte – es war nicht so heiß wie vor einem Jahr, brachte leichten Westwind mit, aber keinen Regen. Nach Angaben der Veranstalter nutzten am gestrigen Sonntag über 20 000 Menschen die Gelegenheit, das Auto für ein paar Stunden stehen zu lassen und sich per Pedes fortzubewegen.

Der Münsterplatz in Schweizer Hand?
Der Münsterplatz in Schweizer Hand?

Die grenzüberschreitende Großveranstaltung auf dem 32 Kilometer lange Rundkurs beidseits des Rheins zwischen Bad Säckingen und den beiden Laufenburg kam gut an und brachte die Menschen verschiedener Nationen zusammen.

Rummel in Bad Säckingen.
Rummel in Bad Säckingen.

Die Stimmung entsprach den Vorstellungen der offiziellen Redner an der Eröffnungsfeier am Morgen in Münchwilen. Martin Kistler, Landrat des Landkreises Waldshut, sagte: „Der Slowup steht für Begegnung und Bewegung. Er ist beispielhaft dafür, wieviel möglich ist, wenn man über die Grenzen hinweg zusammen arbeitet.“

Der Laufenburger Bürgermeister Ulrich Krieger war auch mit dem Rad unterwegs.
Der Laufenburger Bürgermeister Ulrich Krieger war auch mit dem Rad unterwegs.

Der Slowup gelinge „ganz unbürokratisch zwischen zwei Ländern“, so Kistler. An der Feier dabei war außerdem Peter Bircher, der Initiator des Slowup Hochrhein. Bircher habe in den letzten Jahrzehnten viel unternommen, sagte Gerhard Zumsteg, Präsident vom Verein Slowup Hochrhein, „aber der Slowup ist eine seiner besten Ideen gewesen, die er in die Region gebracht hat“.

Mit Schwung über die Brücke in Laufenburg.
Mit Schwung über die Brücke in Laufenburg.

Münchwilens Gemeindeammann Bruno Tüscher rechnete vor: „Beim heutigen Slowup fahren die Telnehmer knapp zehn Mal um Münchwilen, denn die Grenze ist 3,4 Kilometer lang“, rechnete Tüscher vor. Schließlich der Aargauer Großratspräsident Bernhard Scholl: „Der Slowup bedeutet stressfrei fahren ohne Stau – es herrscht kein Zwang und man muss keine Etappe gewinnen.“

Aufwärmen in Münchwilen, bevor es auf die lange Reise geht.
Aufwärmen in Münchwilen, bevor es auf die lange Reise geht.

Tatsächlich war von Stress nichts zu spüren.

Idyllische Impression bei Eiken.
Idyllische Impression bei Eiken.

Was sicher an der guten Organisation und den rund 300 Helfern entlang der Strecke lag, aber auch an den vielen Verpflegungsständen in Laufenburg, Murg, Obersäckingen (vom THW) und Bad Säckingen, wo nicht nur im Stadtzentrum ein Rummel wie an der Chilbi herrschte: Live-Musik mit „Shock Resistant“, Festwirtschaften des Judoclub Kawaishi beim Rheinkraftwerk, der Narrenzunft Bad Säckingen am Gallusturm und mehrerer Bad Säckinger Vereine auf dem Münsterplatz, sowie die stimmungsvolle Open-Air-Party mit Rocco Costa ebenfalls auf dem Münsterplatz.

Der Grillmeister in Murg sorgte dafür, dass niemand hungrig vom Sattel fiel.
Der Grillmeister in Murg sorgte dafür, dass niemand hungrig vom Sattel fiel.

Neu war die Vignette für fünf Euro pro Person – laut Gerhard Zumsteg „ein kleiner freiwilliger Beitrag, den Slowup zu unterstützen und die weitere Finanzierung sicherzustellen“.

Unterhaltung in Obersäckingen.
Unterhaltung in Obersäckingen.