Fehler passieren jedem. Im Umgang damit hat man aber zwei Möglichkeiten: Man kann den Fehler ignorieren oder ihn eingestehen und versuchen, an der Situation etwas zu ändern.

Hatte ich mich jüngst in einer Glosse genau an dieser Stelle über den Service einiger Mitarbeiter im Rewe-Supermarkt geärgert, so habe ich mich über die Reaktion der Marktleitung gefreut. Der Anruf bereits tags drauf kam überraschend.

Die Marktleitung entschuldigte sich für das Verhalten der Mitarbeiter, erklärte, dass die Anliegen der Kunden ernstgenommen würden. Mir wurde versichert, dass die Kunden, so lange der Markt geöffnet habe, in diesem Fall bis 22 Uhr, „Anspruch“ haben auf eine entsprechende Leistung an der Bedientheke von Fisch, Käse, Fleisch und Wurst. Nun ja, vielleicht war das bis dato nicht allen Mitarbeitern bekannt. Laut Marktleitung jedenfalls gibt es für die Mitarbeiter nun eine entsprechende Arbeitsanweisung.

Ich habe mich über diese Antwort gefreut. Andererseits weiß jeder Berufstätige, der bis in die Abendstunden arbeitet, wie lange so ein Tag sein kann.

Deshalb mein Vorschlag zur Güte: Es muss ja nicht alle Waren bis Punkt 22 Uhr geben. Mit einem kleinen Schild darauf hinweisen, dass es beispielsweise geschnittene Ware wie Wurst oder eben meinen Tartar nur bis 21.30 Uhr gibt, dann bleibt genügend Zeit bis Ladenschluss, um die Maschinen zu putzen. Ein Supermarkt am anderen Ende der Stadt in Obersäckingen verfährt schon lange nach einem ähnlichen Prinzip. Also ich könnte damit leben.

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