Die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) Bad Säckingen feierte am Samstag ihr 25-jähriges Bestehen. Mit aktuell 72 Mitgliedern ist es die größte THW-Jugendgruppe in Baden-Württemberg. Jungendgruppenleiter Sherepreet Schwer sagte am Ende des Festtags: „Die Kinder und Jugendliche die uns besucht haben waren sehr an unseren Angeboten interessiert und haben aktiv mitgemacht.“

Wie ein Funkgerät funktioniert testete Franka Leeb. Am anderen Ende gab ein Mitglied der THW Jugend eine Nachricht durch. Bild: Christiane Pfeifer
Wie ein Funkgerät funktioniert testete Franka Leeb. Am anderen Ende gab ein Mitglied der THW Jugend eine Nachricht durch. Bild: Christiane Pfeifer | Bild: Christiane Pfeifer

Ein Jahr lang habe die THW-Jugendgruppe ihr Jubiläumsfest geplant, so Schwer. Wichtig war ihm: „Wir haben für jede Altersgruppe etwas dabei.“ Die Fahrzeuge und Boote wurden ebenfalls präsentiert. Die Besucher konnten die Ausrüstung nicht nur ansehen, sondern auch selbst mit dem Spreizer agieren oder eine Puppe abseilen.

Elektrische Schaltkreise in verschiedenen schwierigkeitsstufen konnte man bei der Station von Georg Mutscheller ausprobieren. Paul Leeb probierte mit Hilfe eines Planes alle aus.
Elektrische Schaltkreise in verschiedenen schwierigkeitsstufen konnte man bei der Station von Georg Mutscheller ausprobieren. Paul Leeb probierte mit Hilfe eines Planes alle aus. | Bild: Christiane Pfeifer

Beliebt bei den Besuchern waren die Spielstationen, die von den Jugendlichen selbst betreut wurden. Seinen eigenen Flaschenöffner aus Metall konnte man bei Lena Waßmer und Melanie Weis herstellen. Melanie Weis ist seit sechs Jahren in der Jugend, sie sagte: „Die Gemeinschaft, das vielfältige Lernen, und dass ich später aktiv helfen kann, sind für mich Gründe mit dabei zu sein.“

Das Gruppengefühl wurde auch bei der Station für Holzbearbeitung gestärkt. Die Kinder konnten einen großen Jengastein zusägen und schleifen. Alle Steine zusammen ergaben dann das Spiel. An dieser Station war der vierzehnjährige Leon Benda. Für ihn steht die Teamarbeit und die Freundschaften im THW im Vordergrund.

Die beiden Mitgliederinnen der THW Jugendgruppe Lena Waßmer (links) und Malanie Weis zeigten den richtigen Dreh beim Gewinde für den Flaschenöffner aus Metall.
Die beiden Mitgliederinnen der THW Jugendgruppe Lena Waßmer (links) und Malanie Weis zeigten den richtigen Dreh beim Gewinde für den Flaschenöffner aus Metall. | Bild: Christiane Pfeifer

Wie man einen elektrischen Schaltkreis anschließt, konnte man bei der Station von Georg Mutscheller ausprobieren. Der Sechzehnjährige freut sich besonders auf das jährliche Lager: „In diesem Jahr fahren wir nach Nürnberg.“ An weiteren Stationen konnten die Besucher funken, von Hand Wasser pumpen, malen und mit Papier basteln. Wilder ging es beim Bullenreiten oder beim menschlichen Tischkicker zu.

Beim THW können die Jugendlichen Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold absolvieren. Lena Waßmer erwähnte: „Hierfür gibt es eine eigene App, um sich für die Prüfungen vorzubereiten.“ Durch gemeinsame Ziele soll die Gruppe gefestigt werden.

Die Mini Gruppe für Sechs- bis Zehnjährige gibt es seit dem Jahr 2014. Eine der Gruppenleiterinnen ist Melanie D‘Elia, sie arbeitet als Schulsozialarbeiterin. Für Sie ist es ein Vorteil: „Wir haben großes Glück pädagogische Fachkräfte als Jugendbetreuer zu haben.“ Auch Sherepreet Schwer erwähnte: „Wir haben 14 Betreuer, einige davon arbeiten als Erzieher, Lehrer oder in anderen pädagogischen Berufen, was ein großes Plus für die Kinder ist.“

Auch der Frauenschnitt ist laut Schwer bei der THW-Jugengruppe gut: „Bei den Minis sind fast die Hälfte Mädchen, bei den Jugendlichen ungefähr 30 Prozent.“ Schwer freut sich, dass sich immer mehr Mädchen für Technik interessieren.