Bad Säckingen – Rund um das Spital Bad Säckingen ist einiges in Bewegung: Gestern wurde unter großer Anteilnahme von Belegschaft und Öffentlichkeit der Startschuss für einen neuen "Frischluft-Pavillon" im Bereich des Haupteingangs gegeben. So bald wie möglich soll auch die hinter dem Krankenhaus gelegene Zufahrt zur Notfall-Ambulanz patientenfreundlicher gestaltet werden. Alles in allem nehmen die Sponsoren, die Firma Brennet AG und die Volksbank Rhein-Wehra, für die beiden Vorhaben einen mittleren fünfstelligen Betrag in die Hand. Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank, Werner Thomann, stellte aber auch klar: "Grundvoraussetzung ist, dass das Krankenhaus erhalten bleibt." Dem Förderverein für das Spital Bad Säckingen, der beide Baumaßnahmen initiiert hat, gab Thomann mit auf den Weg, "in dieser Hinsicht aktiv zu bleiben".

Bei beiden Vorhaben handelt es sich um "schöne Gemeinschaftsprojekte", wie der Geschäftsführer der Spitäler Hochrhein GmbH, Peter Lepkojis, sagte. Die Stadt hat den Abriss des alten Raucherpavillons übernommen, die Volksbank Rhein-Wehra finanziert den neuen Unterstand. Die genauen Kosten wurden zwar nicht genannt, Werner Thomann sprach aber von einer fünfstelligen Summe.

<p>Die Zufahrt zur Notfallambulanz des Spitals soll ebenfalls neu gestaltet werden. Gesponsert wird dieses Vorhaben von der Firma Brennet AG.</p>

Die Zufahrt zur Notfallambulanz des Spitals soll ebenfalls neu gestaltet werden. Gesponsert wird dieses Vorhaben von der Firma Brennet AG.

| Bild: Baier, Markus

"Das Dreifache" kostet demnach die Neugestaltung der Zufahrt zur Notfallambulanz. Diese Kosten trägt die Firma Brennet. Wie die zuständige Planerin Andrea Wegfahrt im Gespräch mit unserer Zeitung darstellte, wird die dortige Blumenrabatte entfernt, um zusätzliche Parkplätze zu schaffen. So soll es Patienten erleichtert werden, aus dem Auto zu steigen. Zudem werde der bisherige Trampelpfad zwischen Parkplatz und Notaufnahme befestigt, führte Jürgen Stadler vom Förderverein näher aus.

"Das sind prima Geschichten für unser Spital, und das Miteinander ist ein gutes Signal", sagte Peter Lepkojis. Es unterstreiche die Bedeutung des Spitals, sei aber auch ein Zeichen der Anerkennung an die Belegschaft, die trotz Personalmangels eine enorme Leistung bringe: "Diese Maßnahmen im Bereich Infrastruktur helfen uns voranzukommen."

Auch der Förderverein wertet die Erneuerungen als "wichtiges Symbol des Aufbruchs und Neuanfangs", heißt es seitens des Vorstands: "Obwohl die Skepsis gegenüber der Umsetzungsbegleitung durch die Firma Kienbaum sehr groß und über den Fortschritt der Projektgruppen wenig bekannt ist, hegen wir die große Hoffnung, dass – unter dem wachenden Auge unserer Politiker und Gesellschafter – das hochgesteckte Ziel der Erhaltung beider Spitäler erreicht werden kann." Bad Säckingen müsse nicht nur Grund- und Regelversorger bleiben, sondern zum Zentrum für elektives Operieren mit Schwerpunkt Tumorchirurgie unter der Leitung von Martin Rexer etabliert werden, so der Vorstand. Personalmangel sei derzeit das größte Problem. Dennoch werde in Bad Säckingen "in allen gebotenen Fachbereichen Medizin auf höchstem Niveau" geboten. Die Patientenzufriedenheit sei überdurchschnittlich. Daher dürften keine weiteren Leistungen abgezogen werden.

Bürgermeister Alexander Guhl sieht in den Baumaßnahmen weit mehr als "nur Symbolik", wie er sagte. "Das Spital ist für die Menschen in der Region von enormer Bedeutung. Deshalb muss man hier investieren", so Guhl. Denn bei allen Problemen müsse "dieses positive Haus in eine positive Zukunft steuern". Eine Schließung des Spitals stehe aus Sicht der Stadt weiterhin nicht zur Debatte.