Beim Rehaklinikum in Bad Säckingen schaut man wieder optimistisch in die Zukunft. Im August noch hatte das Klinikum Insolvenz angemeldet, doch jetzt zeigt sich Volker Kull (59), Geschäftsführer des Rehaklinikums und Vorstand des St. Vincentius-Vereins zuversichtlich, was die Zukunft des Klinikums betrifft. Der Bereich Gefäßmedizin, neben der Orthopädie und Rheumatologie das dritte Standbein des Rehaklinikums, soll laut Volker Kull weiter ausgebaut werden. Derzeit ist das Klinikum dabei, den Bereich Gefäßmedizin zu vermarkten, hauptsächlich in den Regionen Villingen-Schwenningen und Bodensee, wo es anders als in Bad Krozingen keine Reha Möglichkeit in diesem Bereich gibt. Mit den Kliniken habe man bereits Kontakt aufgenommen, Patienten beispielsweise aus Singen, Donaueschingen und Villingen-Schwenningen kämen auch schon in das Rehaklinikum, so Kull. Auch in Freiburg und Bad Krozingen soll das Konzept vermarktet werden.

Das 40-jährige Bestehen nahm das Rehaklinikum am Mittwochabend zum Anlass für ein Gefäßsymposium mit zwei Fachvorträgen: Martin Czerny, MD, MBA Leiter Sektion Gefäßchirurgie, Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen, Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie, Spezialist für Schlagader Chirurgie, referierte über moderne Aortenchirurgie, Christoph Hehrlein, Ärztlicher Leiter Interdisziplinäres Gefäßzentrum Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen, Klinik für Kardiologie und Angiologie, Spezialist für hirnversorgende Materie, über Supraaortale AVK – Carotisstenose 2017.

Dekan Peter Berg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, zeigte sich am Mittwoch zwar zuversichtlich: „Durch die Qualität, die am Rehaklinikum vielfältig erbracht wird, können wir uns wirtschaftlich halten.“ Aber: „Bei der Übernahme des Klinikums durch den St. Vincentius-Verein und die Stadt Bad Säckingen ging es damals darum, den Gesundheitsstandort der Kurstadt Bad Säckingen zu erhalten. Das Rehaklinikum braucht ein gut funktionierendes Krankenhaus in seiner Nähe“, so Berg. Volker Kull und Dekan Berg zollten dem „Mannschaftsgeist“ der Mitarbeiter Respekt. „Wir haben in diesem Jahr eine Tiefe erwischt. Doch das Haus, die Mitarbeiter halten zusammen, es wurde ein Konzept entwickelt und von den Mitarbeitern auch bereits gelebt“, so Kull. Im Frühjahr 2018 wird der Klinikgeschäftsführer, der nach eigenen Angaben bereits seit 34 Jahren in diesem Geschäftsbereich tätig ist, das Rehaklinikum verlassen. Wohin ihn dann die Reise führt, will er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten, doch ist ihm wichtig, beim Verlassen des Rehaklinikums ein gut bestelltes Feld zu hinterlassen.