Erfreulich entwickelt sich die Lage der Rehaklinik im laufenden Planinsolvenzverfahren. Das erklärt deren Geschäftsführer Peter Mast im Gespräch mit unserer Zeitung: "Wir sind auf einem sehr guten Weg unterwegs und schreiben seit drei Monaten wieder schwarze Zahlen."

Noch bewegen sich die Gewinne zwar auf bescheidenem Niveau. Doch die Tendenz zeige deutlich nach oben – und die Liquidität steige. Und das gibt Anlass zu Optimismus für die Zukunft des Hauses und seine Perspektiven, gerade im Zusammenspiel mit dem geplanten benachbarten Gesundheitscampus.

Bettenbelegung wurde deutlich gesteigert

Unterm Strich entwickle sich die Situation sogar so gut, dass er hoffe, dass das Insolvenzverfahren, das bereits seit Herbst 2017 läuft, noch dieses Jahr abgeschlossen werden könne, so Mast. Zu erklären sei diese positive Entwicklung vor allem mit deutlich gesteigerter Belegung: "Wir werden in dieser Hinsicht von den Kostenträgern sehr gut unterstützt", sagt Mast.

Dabei handelt es sich vor allem um die Rentenversicherung. Im August konnten demnach 167 anstatt der geplanten 164 Betten belegt worden. Die Belegung der vergangenen Monate reiche bis zu 180 Betten. "Wir haben eine enorm hohe Wiederkehrer-Quote", schildert Mast. Das Umfeld mit der Aqualon-Therme in unmittelbarer Nachbarschaft überzeuge die Patienten so sehr, dass sie bei einem erneuten Reha-Aufenthalt gezielt in die Trompeterstadt zurückwollen.

Auf ein baldiges Ende des Insolvenzverfahrens hofft Peter Mast nicht zuletzt auch wegen der 120 Mitarbeiter, für die der ganze Prozess überaus belastend sei, auch wenn es sich um eine Planinsolvenz handelt. "Die Belegschaft hat über Monate hinweg an der Kante gearbeitet. Zudem gab es keine Investitionen", sagt Mast.

Beste Zukunftsperspektiven durch Gesundheitscampus

Es soll aber einiges voran gehen, wenn das Insolvenzverfahren abgeschlossen sei. Die Stadt hat eine Bürgschaft in Höhe von 1,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt, die für Modernisierungsmaßnahmen genutzt werden soll, um in den nächsten drei bis vier Jahren einen zeitgemäßen Weiterbetrieb zu gewährleisten.

Mittelfristig soll aber das Rehaklinikum ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitscampus werden. Das gelte nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass sich so wichtige bauliche und organisatorische Synergien schaffen lassen, zumal das Thema geriatrische Rehabilitation in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle spielen werde, so Mast.

6,7 Hektar Entwicklungsfläche im Kurgebiet

Da die Stadt nach Abschluss des Erbpachtvertrags mit dem Landkreis über das 50000 Quadratmeter große Areal rund um das Krankenhaus und nach Abschluss des Insolvenzverfahrens über das 17000 Quadratmeter große Rehaklinik-Grundstück verfügen kann, empfehle es sich, "bei der weiteren Planung groß zu denken", betont Mast.

Denn im Kurgebiet entstehe eine 6,7 Hektar große Fläche mit gewaltigem Entwicklungspotenzial, auf der sich in den nächsten Jahrzehnten auch im Zusammenspiel mit den anderen Akteuren vor Ort ein Menge bewegen lasse.