Die Kombination aus Unterhaltung und Wissensvermittlung rund um den besten Freund des Menschen ist heutzutage ein Zuschauergarant – nun auch im Gloria Theater. Mit Holger Schüler und seinem aktuellen Programm „1,2 oder 2“ war der Zuschauerraum dann auch gut gefüllt mit Hundebesitzern und solchen die es vielleicht mal werden möchte. Als roter Faden für den Abend diente dem aus dem SWR bekannten Hundeversteher Schüler seine sechs Punkte Checkliste der Hundeerziehung: Bindung, Aufmerksamkeit, Kommunikation, Konsequenz, Aktion und Reaktion und natürlich Spaß.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Mann mit dem exzentrischen Bart erfand dabei das Rad nicht neu, sondern dockte geschickt an der Erfahrungswelt der Hundebesitzer an. Themen wie Betteln am Tisch, Leinenführigkeit oder der Hund im Bett sorgten für wissendes Nicken im Zuschauerraum. Dazu kommt ein besonderer Fokus auf die Mehrhundehaltung. Nach einem Abstecher in den Zuschauerraum präsentiert Schüler hier wichtige Hinweise. Dann ein Hund mehr bringt mehr als doppelt soviel Arbeit und fordert viel Konzentration bei der Erziehung. Ein Appell besonders an alle Hundefreunde mit weichem Herzen, die an keinem Tierheim vorbeigehen können, ohne ein neues Familienmitglied zu adoptieren.

Unterhaltsame Geschichten

Die unterhaltsamen Geschichten aus dem Berufsleben des Hundecoachs sorgen für viele Lacher, durchaus auch mit einer gewissen Schadensfreude. Manch einer fühlt sich aber auch wohl ein wenig ertappt: Denn bei Probleme arbeitet der Hundebesitzer im Allgemeinen doch mehr an den Symptomen als an den Ursachen, so Schüler.

Da wird der Flur gefliest, weil der Hund sich doch immer so dreckig macht oder gleich Kameras mit Mikrofon installiert, weil der geliebte Vierbeiner seine Langeweile mit Zerstörungswut kompensiert.

Konkrete Tipps für den Alltag

Dazu wird der Abend mit konkreten Tipps für den Alltag mit dem Vierbeiner ergänzt. Habt immer eine Tüte dabei, haltet den Hund kurz, wenn er Leute anspringen will und diskutiert nicht mit dem Haustier. Das man mit liebevoller Konsequenz viel erreichen kann, demonstriert Schüler eindrucksvoll an seinem eigenen Hund Dakota. „Der Hund muss auch merken, dass er erzogen wird“, so Schüler.

Parallelen zwischen Hunde- und Männererziehung

Tatsächlich geht es oftmals mehr um die Menschenerziehung: so präsentiert Schüler die Hundebox vor allem als Schutz des Hundes vor der dauernden Hätschelung der Besitzer. Besonders viele Lacher gibt es für die immer wieder eingestreuten Parallelen zwischen Hunde- und Männererziehung. Als Gag überaus naheliegend, für das Publikum trotzdem sehr unterhaltsam. Zuletzt dann der wohl wichtigste Tipp des Abends „Immer Spaß dabei haben!“