Nach den formalen Notwendigkeiten wurde zügig in die Forumssitzung übergeleitet, zu der Peter Mast, Geschäftsführer der Gesundheitscampus GmbH, herzlich begrüßt wurde. Die Mitglieder des DSF (Demografie Strategisches Forum) wollten sich abseits der öffentlichen und politischen Diskussionen und mit genügend Zeit für den fachlichen Austausch ein Bild über den Planungsstand zum Campus verschaffen.

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Sie zeigten sich weitgehend zufrieden mit den bisherigen Entwicklungen. Zu den Fragen der Finanzierung erhielten sie nachvollziehbare Antworten. Im Gespräch mit dem Campusmanager über die konzeptionelle Umsetzung verblieben jedoch einige Fragezeichen. In dem tiefgehend und detailliert geführten Dialog zwischen Mast und den DSF-Mitgliedern wurden die zu bewältigenden Herausforderungen deutlich. Dazu zählt insbesondere die Etablierung der sektoren-übergreifenden Versorgungssystematik des Gesundheitscampus.

Wenn auch die Gespräche und Planungen mit den Interessenten bisweilen positiv verlaufen sind, unterschriebene Verträge und eine verbindliche Regelung der Lenkung von Patientenströmen sind noch offen. Und dies sei ein elementarer Bestandteil des Campuskonzeptes, wie Vorsitzender Fricke bekräftigte.

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Es sei klar, dass dies nicht von heute auf morgen geschehen könne, aber „…das Ziel der sektorenübergreifenden Versorgung darf auf keinen Fall aus den Augen verloren werden. Sie ist Kern des Konzeptes und verspricht erst die gewünschte Innovationskraft“, so der DSF-Vorsitzende Hartmut Fricke. Nur so lasse sich ein gesundheitsstruktureller Mehrwert für die Bürger erzeugen.

Ob der Ministerbesuch von Manfred Lucha dazu beitragen wird, weitere Dynamik in den Umsetzungsprozess zu bringen, blieb in dem Gespräch offen. Unabhängig davon haben sich das DSF und Peter Mast darauf verständigt, im für beide Seiten als bereichernd empfundenen Austausch zu bleiben.

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Nach einem kurzen Rückblick auf die vom DSF veranstaltete und sehr erfolgreich verlaufene Demenzkampagne im September wandte man sich der Umsetzung von Barrierefreiheit zu. Da gäbe es noch eine Menge zu tun, so der einhellige Tenor.

Mit großer Spannung werden die Haushaltsberatungen des Gemeinderates zu diesem Thema erwartet. Jener hatte in diesem Jahr einen Masterplan zur Barrierefreiheit beschlossen. Diese Investition müsse nun auch spürbar in Handlungen und Maßnahmen münden. Schließlich habe das DSF in den vergangenen Jahren erheblich an der Erfassung und Nennung der Erforderlichkeiten mitgearbeitet und seine Expertise für die Stadt eingebracht. Es werde erwartet, dass die gewonnenen Erkenntnisse in den Umsetzungsprozess einfließen.

Beim Stichwort Beteiligung freuten sich die DSF-Mitglieder über die Anfrage der Stadt an der Entwicklung eines Demografie-Leitfadens mitzuwirken. Dieser soll für Bad Säckingen auf Initiative des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg, durch das Fachbüro Project M begleitet, im Rahmen eines Modellprojektes erstellt werden.

Abschließend verständigten sich die DSF-Mitglieder auf weitere Themen, die in den kommenden Jahren das Forum beschäftigen werden, dazu zählten vor allem der generationenübergreifende Zusammenhalt (Projekte) und das alle Altersgruppen betreffende und an Bedeutung gewinnende Thema der Einsamkeit (Information) sowie die Effekte der Digitalisierung auf die Arbeits- und Lebensverhältnisse in Bad Säckingen.

Bei den Wahlen gab es keine Veränderungen: Die bisherigen Akteure wurden in ihren Ämtern bestätigt. Hartmut Fricke bleibt für weitere zwei Jahre Vorsitzender, wie auch Annerose Schöke-Philipp als Stellvertreterin und Eduard Kock-Kramer als Revisor wiedergewählt wurden.