Bad Säckingen Plan zur Abwicklung steht: Fragen und Antworten zur Säckinger Spitalschließung

Der Plan zur Abwicklung des Bad Säckinger Krankenhauses steht. Spitalgeschäftsführer Hans-Peter Schlaudt stellte am Mittwoch die Schritte vor. Fest steht: Den Krankenhausbetrieb wird es ab dem 29. Dezember nicht mehr geben.

 Auf betriebsbedingte Kündigungen kann wohl verzichtet werden. Die Sozialplanverhandlungen sind nächste Woche abgeschlossen.

  • Wie wird die Schließung bis Jahresende umgesetzt? Nach Schlaudts Plänen wird die geriatrische Abteilung im Spital Bad Säckingen ab dem 10. Dezember keine Patienten mehr aufnehmen. Die derzeitigen Patienten seien bis Ende des Jahres entlassungsreif, so Schlaudt. Im Waldshuter Krankenhaus werde die Geriatrie am 2. Januar öffnen. Zwischen dem 10. Dezember und dem 2. Januar könnten die Spitaler GmbH keine Geriatrie-Patienten aufnehmen. Diese müssen dann in benachbarte Krankenhäuser. Welche der benachbarten Häuser eine geriatrische Abteilung hat, konnte Schlaudt nicht sagen. Notfalls könnten Geriatrie-Patienten auch über die Innere Abteilung aufgefangen werden.
  • Was passiert mit den anderen Abteilungen? Intensiv-Patienten werden ab dem 15. Dezember in Bad Säckingen nicht mehr aufgenommen. Der Aufnahme erfolge aber lückenlos in Waldshut. Die Schließung der Inneren ist für den 29. Dezember vorgesehen, wobei schon ab dem 20. Dezember niemand mehr aufgenommen wird.
  • Was wird aus den Mitarbeitern? Den etwa 180 Personen am Standort Bad Säckingen will Schlaudt in Waldshut ein Jobangebot machen. Die Sozialplanverhandlung befänden sich in der Endphase, ein Ergebnis sei nächsten Dienstag zu erwarten, so Schlaudt. Zum jetzigen Zeitpunkt sehe es so aus, also könne auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden. Wie viele Mitarbeiter aus Bad Säckingen überhaupt wechselwillig sind, konnte der Geschäftsführer nicht sagen. Aber er geht davon aus, dass er durch Übernahmen personelle Überhänge in Kauf nehmen muss. Interessante Randnotiz: Falls es zu betriebsbedingten Kündigungen gekommen wäre oder noch kommt, wäre eine Sozialauswahl zu treffen. Das bedeutet: Es könnte auch Mitarbeiter des Waldshuter Spitals treffen.
  • Ist das Waldshuter Spital für die Übernahme gerüstet? Geschäftsführer Schlaudt zumindest sagt „ja“. Die Kapazitäten würden um 50 Betten auf 303 Betten erhöht. In Bad Säckingen fallen jedoch 18 Geriatrieplätze weg sowie 60 der Inneren, von denen derzeit rund 50 belegt seien. Die Differenz macht Schlaudt jedoch keine Sorgen. Er geht aufgrund der emotionalen Debatte ohnehin davon aus, dass viele Bad Säckinger im Krankheitsfall lieber nach Lörrach gehen. Zudem habe man auch mit einer Kürzung der Verweildauer einen Puffer.
  • Was passiert mit den Arztpraxen im Bad Säckinger Spital? Untergebracht ist dort die kardiologische Praxis Layher und Sinn, ebenso hat die gynäkologische Praxis Hummel und Neuhauser einen Standort im Spital. Auch die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung und der Notarztstandort sind im Gebäude untergebracht. Diesen Einrichtungen will Schlaudt Räumlichkeiten bis Ende 2018 zur Verfügung stellen. Auch der Landeplatz des Rettungshubschraubers werde weiterbetrieben. Es gehe auch darum, diese Akteure an Bord zu halten, um sie für den künftigen Gesundheitscampus zu gewinnen.

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