Zentrales Thema der Ortschaftsratsitzung war die Josef-Anton-Sickinger-Grundschule als möglichen Standort für einen Telekom-Mobilfunkmasten. Als Experten hatte Ortsvorsteher Friedrich Schupp den Stadtrat und IT-Fachmann Stephan Muster eingeladen. Er informierte, dass diese Telekom-Anlage ein relativ großes Gebiet von etwa zwei Kilometern mit dem LET (Long Term Evolution) Mobilfunkstandart abdecke und diese Technik hinsichtlich der Verbesserung des Internets eine Chance für den ländlichen Raum infolge höherer Geschwindigkeit, Kapazität und Effizienz darstelle.

Neben der Rippolinger Schule ist von Telekom auch die Installation eines Funkmasten auf dem Harpolinger Rathaus vorgesehen. Der Vorteil für Telekom ein öffentliche Gebäude zu bevorzugen, ist laut Muster darin begründet, dass keine Mietkosten entstehen, was im privaten Bereich der Fall wäre. Dass ein Bedarf an schnellerem Internet sowohl für außerhalb (Handys) als auch innerhalb eines Gebäudes (Computer im Haus) besteht, darin waren sich der gesamte Ortschaftsrat und Fachmann Muster einig. Diesen mit einem Mobilfunkmasten mit einer Geschwindigkeit von 6000 Mega Bit pro Sekunde erstmals zu decken, bezeichnete Muster derzeit als eine ideale Möglichkeit, insbesondere für den ländlichen Raum. Dies schließe den Ausbau von Breitbandkabel nicht aus.

Ein großes Problem gerade für die Gesundheit der Kinder bei den Standorten Schule oder Kindergarten, sahen die Lokalpolitiker in einer möglichen Strahlenbelastung durch eine solche Anlage. Hier schlug Muster vor, das Bundesamt für Strahlenschutz zu kontaktieren. Er gab dabei zu bedenken, dass Telekom aufgrund der neusten Technik die Grenzwerte sicherlich einhält.

In der Diskussion wurde als möglicher Ort beispielsweise die Auferstehungskapelle vorgeschlagen, weil sie an der Peripherie von Harpolingen und Rippolingen liege und beide Orte mit schnellerem Internet versorgen könnte. Zudem sei sie nicht so stark frequentiert. Da Telekom zuerst die Zustimmung des Ortschafts- und Gemeinderates für die Installation eines Mobilfunkmasten fordert, um dann aktiv werden zu können, besteht für den Ortschaftsrat für eine endgültige Beurteilung bei verschiedenen Fragen noch Informationsbedarf, wie beispielsweise bei der Strahlenbelastung.

Ergebnis der Sitzung: Schule und Kindergarten kommen als Standort nicht in Frage. Einen anderen zentralen Standort mit einem Mobilfunkmast zu bestücken, wird befürwortet. Als Fernziel für die Versorgung von schnellerem Internet wird das Verlegen eines Breitbandkabels (Glasfaser) favorisiert. Aufgrund der Brisanz des Themas Mobilfunkmast wünscht sich der Ortschaftsrat ein Meinungsbild der Bewohner. Ortsvorsteher Friedrich Schupp bedauerte, dass kein Einwohner an der Sitzung teilnahm, die Stühle für die Besucher blieben im Gemeindesaal allesamt leer.

Jugendliche, die unter dem Vordach des Eingangs des Feuerwehrhauses durch laute Musik, insbesondere in den Abendstunden, Ruhestörung verursachen, eine Weitsprunganlage für die Grundschule und parkende Autos, die für die städtische Kehrmaschine ein Hindernis darstellen, waren weiter Gesprächsthemen.