Die Beck-Arkaden werden erneut erweitert. Geplant ist ein viertes Geschoss auf dem bislang dreigeschossigen Haupthaus. Der Gemeinderat änderte deshalb am Montag den Bebauungsplan, da in dem Bereich nur dreigeschossige Bauweise zulässig ist. Der Beschluss fiel einstimmig.

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Architekt Rüdiger Leykum sagte, man sei mit dem Flächen drei Jahre nach der Eröffnung 2016 schon wieder am Anschlag. Deshalb will die Familie Beck erneut vergrößern. Wie Eigentümer Werner Beck auf unsere Anfrage mitteilte, sollen die Beck Arkaden um ein Stockwerk aufstockt werden. Damit werde etwa 1600 Quadratmeter neue Betriebsfläche gewonnen, so Beck. Das zusätzliche Geschoss wird erneut mit Rolltreppen erschlossen.

Auch das neue, vierte Geschoss soll für die Kunden über Rolltreppen erschlossen werden. Die Rolltreppen sollen dann mit einem Großkran von oben zwischen den Etagen drei und vier installiert werden.
Auch das neue, vierte Geschoss soll für die Kunden über Rolltreppen erschlossen werden. Die Rolltreppen sollen dann mit einem Großkran von oben zwischen den Etagen drei und vier installiert werden. | Bild: Architekturbüro Leykum Bad Säckingen

Die hinzugewonnene Fläche werde von Möbel Beck und Möbel Sparbeck genutzt. Gleichzeitig sei der Umbau und die Stärkung des Logistikzentrums von Möbel Beck und Möbel Sparbeck in Wallbach geplant, so Werner Beck. Hier wolle man ein EDV-gestütztes Hochregallager bauen.

Beck: Schwierig Baufrimen zu bekommen

Werner Beck sieht in diesen weiteren Schritten eine Festigung des Möbel-Kerngeschäftes und ein Bekenntnis zu Innenstadt. Zum zeitlichen Ablauf der geplanten Arbeiten wollte Beck noch nichts Konkretes sagen. Es sei zur Zeit äußerst schwierig, Handwerks- und Baufirmen zu bekommen, die angesichts der vollen Auftragsbücher zu einem wirtschaftlichen Preis arbeiten, so Beck weiter. Zeitnah werde jedoch ein Räumungsverkauf bei Möbel Beck stattfinden.

Im Übrigen freute sich Werner Beck, dass der Gemeinderat die geplante Investition in der Innenstadt einstimmig gut geheißen hat. Beck hofft auf eine zügige Bauabwicklung. Das Architekturburo Leykum habe hier hervorragende Vorarbeit geleistet. Voraussetzung sei nun das Finden von Handwerksfirmen.

Frontansicht mit Rundbogen bleibt erhalten

Architekt Rüdiger Leykum hatte die Aufstockung des Gebäudes im Gemeinderat vorgestellt. Fred Thelen, Fraktionssprecher der Freien Wähler, lobte, dass die Aufstockung in der Vorderansicht von der Steinbrückstraße her nicht auffalle. Genau dieser Punkt war dem Gremium denn auch wichtig. Deshalb schlug CDU-Fraktionschef Michael Maier vor, die Aufstockung auf den hinteren, nördlichen Teil (Richtung Bahngleise) zu begrenzen. Für Architekt Rüdiger Leykum kein Problem, mehr sei auch nicht geplant.

Die von den Planern vorgeschlagene Änderung des Bebauungsplanes auch im Bereich des Deutschen-Bank-Gebäudes wollte der Gemeinderat nicht mittragen. Der Vorschlag war, auch diesem bislang zweigeschossigen Gebäude die Möglichkeit für eine Aufstockung zu geben. „Dies jetzt mal so eben nebenbei“ zu ändern, wollte Grünen-Fraktionssprecherin Ruth Cremer-Ricken nicht. Die Fassade korrespondiere mit dem weiteren Verlauf der Straße. Dieser Schritt müsse zuerst vor Ort angeschaut und wohlüberlegt sein. CDU-Stadtrat Alexander Borho fand außerdem, die klassizistische Fassade des Gebäudes müsse erhalten bleiben. Der Gemeinderat klammert das Deutsche-Bank-Gebäude aus, zumal hier nichts zur Eile drängt. Laut Architekt Leykum hätten die Eigentümer gar keine konkreten Absichten.