Kürzlich im Edeka-Supermarkt: Schnell eine Banane und ein Wrap fürs Mittagessen schnappen und zur Kasse. Doch dann: Verwirrung bei Kassiererin und Kunde gleichermaßen. Die Wrap-Packung lässt sich nicht scannen. „Wo haben Sie das denn her?“, fragt die Kassiererin. Handzeichen nach links zum Eingang mit den To-Go-Produkten. Die Kassiererin eilt zum Kühlregal, sucht und sucht, die Schlange bei der Kasse wird länger und länger. Der Kunde, vom schlechten Gewissen getrieben, geht zur Kassiererin hin, um ihr zu zeigen, wo genau er das Wrap gefunden hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Kassiererin diskutiert inzwischen mit einer Kollegin der Früchte-Abteilung. Gemeinsam inspizieren sie die Wrap-Packung genauer. Und siehe da, die Lösung des Dilemmas ist gefunden: Auf der Packung steht nicht etwa „Edeka-To-Go“, sondern „Rewe-To-Go“.

Links neben der Banane der Rewe-Wrap aus dem Edeka-Markt.
Links neben der Banane der Rewe-Wrap aus dem Edeka-Markt. | Bild: Marcel Jud

Haben die beiden Einzelhändler heimlich fusioniert, ohne dass die Edeka-Mitarbeiterin und der Kunde von der SÜDKURIER-Redaktion das mitgekriegt haben? Ist das der Anfang eines neuen Riesen auf dem Einzelhandelsmarkt? Eines RewEka etwa? Nein. „Da müssen die bei der Warenannahme geschlampt haben“, meint die Kassiererin, nimmt eine Packung Edeka-Wrap, geht zurück zur Kasse und zieht sie anstelle des Rewe-Neophyten über den Barcode-Scanner. Der Kunde darf dann seine ursprüngliche Wrap-Wahl mitnehmen und bleibt mit der Frage allein, wer sonst noch alles „geschlampt“ haben muss, damit es zu dieser mittäglichen Verwirrung kommen konnte.