Die Namens- und Satzungsänderung stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Fördervereins um das literarische Erbe und die Person Joseph Victor von Scheffels. Die Mitglieder einigten sich im Trompeterschloss auf den Namen Scheffel-Freunde Bad Säckingen. Zusatzname und Ziel des Vereins ist die „Förderung der Scheffelräume im Hochrheinmuseum Schloss Schönau und die Bewahrung des kulturellen Erbes von Joseph Victor von Scheffel“. Drei Vorschläge hatte das Vorstandsteam zur Auswahl ausgearbeitet, die der Vorsitzende Bernd Crößmann vorstellte, wovon die nun neue Bezeichnung bei den Mitgliedern einhellige Zustimmung fand.

Einstimmig angenommen wurden auch die weiteren Änderungen bei der Satzung. Während die meisten Statuten unverändert blieben, wurde der Status „Geschäftsjahr“ dahingehend geändert, dass das Geschäftsjahr des Vereins künftig dem Kalenderjahr entspricht. Beim Status „Mitgliederversammlung“ können Beschlüsse künftig schriftlich gefasst werden. Beschlussvorlagen werden allen Mitgliedern entweder postalisch oder per E-Mail mit einer Frist von drei Wochen zur Stimmabgabe zugeschickt. Nach Ende dieser Frist gelten nicht abgegebene Stimmen als Enthaltungen. Des Weiteren wurde geändert, dass bei einer eventuellen Auflösung des Vereins das Vereinsvermögen an die Stadt Bad Säckingen fällt, die es zweckgebunden ausschließlich für das Hochrheinmuseum Schloss Schönau zu verwenden hat. Dies musste auf juristischen Vorschlag geändert werden, da der bisher Begünstigte, die Abteilung Stadtgeschichte und Archäologie, keine juristische Organisation sei, sagte Vorsitzender Crößmann dazu.

Im weiteren Verlauf informierte er, dass in einvernehmlichen Gesprächen mit dem vorangegangenen Vorstand der Grundstein gelegt wurde, um einen reibungslosen und nachhaltigen Übergang zu gewährleisten. Der Verein könne jetzt zukunftsorientiert planen und agieren. Nach zwei Vorträgen im vergangenen Jahr sei für den kommenden 25. April unter dem Titel „Als die Römer frech geworden“ ein erster Vortrag im Trompeterschloss geplant. Ein weiterer sei bereits für den Herbst vorgesehen, so Crößmann. Bei den weiteren Aktivitäten wolle der Verein die Scheffel-Räume, zum Beispiel mit Führungen, besser präsentieren und bekannter machen. Außerdem Scheffel-Texte nachhaltig publizieren, Scheffel-Preisträger ehren und den Kontakt zur Stadt intensivieren.

Die Versammlung befürwortete außerdem einstimmig weitere Vorschläge des Vorsitzenden sowie von Schriftführer Rüdiger Mengel. So beispielsweise den Aufbau einer neuen Homepage, ein Vereinslogo und die Zusammenarbeit mit der „Fricktalisch-badischen Vereinigung für Heimatkunde“. Beisitzer Heinz Schlögl schlug noch vor, auch mit dem Verein Scheffel-Freunde Lahr zwecks Erfahrungs- und Informationsaustausch Kontakt aufzunehmen. Dem Kassenbericht und der Tätigkeit von Schatzmeister Gottlieb Burkart bescheinigte Kassenprüfer Günter Schön­eich eine tadellose Belegführung.

Die von Mitglied Michael Schöke beantragte Entlastung des Gesamtvorstands wurde einstimmig genehmigt. Schöke merkte noch erfreut an, dass der Übergang auf die neue Vereinsführung geräuschlos und befriedigend verlaufen sei.

Der Verein

Der Verein Scheffel-Freunde hat 43 Mitglieder. Vorsitzender ist Bernd Crößmann. Weitere Informationen gibt es im Internet (www.scheffel-freunde.de) oder per E-Mail (scheffel@online.de).