Ein voller Saal im Trompeterschloss und erwartungsvolle Spieler und Zuhörer präsentierten sich am vergangenen Sonntag in dieser Generalprobe vor dem regionalen Wettbewerb „Jugend musiziert“ im Klettgau-Gymnasium in Tiengen. Der Wettbewerb ist öffentlich und findet jährlich statt.

Wer dieses Jahr teilnehmen kann und die nötigen Fähigkeiten mitbringt, entscheiden Schüler mit ihren Musiklehrern in der regionalen Musikschule. Dieses Jahr sind vorwiegend Bläserensembles und Klavier-Solisten angemeldet. Mit frischen Trompetenklängen kündigte sich als erstes ein Trompetenquintett an, das durch Krankheit auf ein Trio schrumpfte und von Lehrerin Pia Schwenke ergänzt wurde.

Die Nachwuchs-Trompeter von Säckingen bliesen munter ihre Stücke von Adolf Weiss bis Johannes Brahms. Ein Querflötenduo mit Johanna Schwenke und Carla Hieke folgte mit einer fröhlichen Gavotte nach Nicolas Chedeville und anderen Stücken. Am Bösendorfer Flügel griff Pitt Erik Schulz ruhig für Bachs Invention und Schumanns „Album für die Jugend“ in die Tasten. Diese Matinee in Bad Säckingen ist auch dafür gedacht, den Jugendlichen einen öffentlichen Auftritt zu ermöglichen und die Schwellenangst vor dem großen Wettbewerbsauftritt zu nehmen.

Das Trompeten-Qintett mit Manuel Gassenmeier, Fabian Bächle, Franziska Schwenke und Lehrerin Pia Schwenke (von links).
Das Trompeten-Qintett mit Manuel Gassenmeier, Fabian Bächle, Franziska Schwenke und Lehrerin Pia Schwenke (von links). | Bild: Renate Griesser

Ganz anders tönte das Klarinettenquartett inklusive Bass-Klarinette mit ihren dunklen, weichen Tönen und wiederum flotten und beschwingten Stücken im perfekten sonoren Klarinetten-Sound. Danach überraschte Sabrina Hämmerle mit Frederic Chopin, Mozart und Rachmaninow am Flügel mit ihrem gekonnten Klavierspiel, das ihr wie von selbst in die Hände fliegt und erstaunt aufhorchen lässt.

Den Abschluss der Matinee gestaltete das Saxophonquartett mit Steven Axt, Jens Stoll, Anna Schönauer und Judith Kehnel, ein gut zusammengewachsenes Quartett, das jeder Stimme ihren Solopart einräumte.

Dieser großartige Querschnitt der jüngeren und fortgeschrittenen Schülerschaft, der „Stars von morgen“, forderte von Musiklehrern und Schülern im Vorfeld ein großes Engagement mit vielen Zusatzstunden. Wer wird es schaffen am Wettbewerb teilzunehmen und wie kann das Ziel erreicht werden, so waren die anerkennenden Worte von Jugendmusikleiter Manuel Wagner und dem Stellvertreter Christian Mirbach.

Zum Abschluss gab es ein Abschlussfoto aller Mitspieler mit der vom Rotary-Club gespendeten digitalen Ausrüstung und alle strahlten entspannt und zufrieden in die neuen Kameras.