Die SPD Bad Säckingen präsentiert sich vor den anstehenden Kommunalwahlen selbstbewusst und mit neuem Gemeinschaftsgefühl. Nach dem Motto „Inhalt vor Ego“, hat die Partei am Montag ihre Kandidaten für die Wahlen am 26. Mai vorgestellt. Zuletzt war die örtliche SPD wegen interner Streitigkeiten in die Schlagzeilen geraten.

Nach dem Fraktionsaustritt der Gemeinderäte Frank van Veen, Hartmut Fricke und Stefan Riedl schwören die Genossen nun Einigkeit. Der Vorsitzende des Ortsvereins, Alexander Wunderle, nannte das solidarische Miteinander, konstruktive Zusammenarbeit und das Verständnis für einander die grundlegenden Prinzipien, an welchen sich die SPD orientiere.

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Mit 16 Kandidaten für den Bad Säckinger Gemeinderat kann die SPD keine volle Liste vorzeigen. Wunderle, der selbst für den Gemeinderat und für den Kreistag kandidiert, zeigt sich dennoch positiv gestimmt: „Es gilt Qualität vor Quantität.“ Wie bereits angekündigt, stellt sich der langjährige SPD-Gemeinderat Hidir Gürakar nicht mehr zur Wiederwahl. Beenden will er seine kommunalpolitische Laufbahn dennoch nicht: Gürakar kandidiert erstmals für den Kreistag.

SÄK-Kennzeichen für Guhl Thema

Somit schickt die SPD neben Bürgermeister Alexander Guhl ein weiteres bekanntes Gesicht in das Rennen um Sitze im Kreistag. Nach den zuletzt hitzigen Debatten um die Spital-Schließung hoffen beide auf eine starke SPD-Fraktion. Als Zukunftsthemen sprach Guhl neben dem atomaren Endlager in der benachbarten Schweiz auch das SÄK-Kennzeichen an – ein Thema, das für Guhl noch nicht endgültig vom Tisch ist.

Für den Kreistag kandidieren Hidir Gürakar, Angela Bäumle, Stefan Meier, Juliane Brenke, Alexander Wunderle, Bülent Beskaya und Alexander Guhl (von links).
Für den Kreistag kandidieren Hidir Gürakar, Angela Bäumle, Stefan Meier, Juliane Brenke, Alexander Wunderle, Bülent Beskaya und Alexander Guhl (von links). | Bild: Maria Schlageter

Die Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl ist, wie Wunderle sagt, „breit aufgestellt“. Zur Wahl stellen sich die bisherigen Räte Stephan Muster und Juliane Brenke, die beide in der jetzigen Legislaturperiode nachgerückt sind. Unter den weiteren Kandidaten befinden sich unter anderem Carola Plaßmann, die sich zuletzt durch ihren Einsatz für den Elektro-Poller am Spitalplatz einen Namen gemacht hat, oder Bülent Beskaya, bekannt als Vorsitzender des Stadtseniorenrats.

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Für den SPD-Ortsverein Bad Säckingen gilt nun: Nach der Nominierung ist vor dem Wahlkampf. Thematisch will die Partei vor allem bei den Familien punkten. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben und die damit verbundene städtische Kinderbetreuung, die Gesundheitspolitik und der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs stehen ganz oben auf der Agenda. Die Motivation und auch der Zusammenhalt unter den Kandidaten scheinen da zu sein, oder wie Wunderle es formulierte: „Wir haben Bock.“

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SPD-Kandidaten für zwei Parlamente

  • Gemeinderat: Stephan Muster (45, Selbstständig), Juliane Brenke (57, Einzelhandelskauffrau und Floristin), Alexander Wunderle (27, Student), Stefan Meier (48, Geograf und Theaterpädagoge), Bülent Beskaya (63, Integrationsmanager), Nina Mbialeu (46, Zahnärztin), Steve Kommogne (36, Bauingenieur), Hatem Saleh (35, Arzt), Carola Plaßmann (51, Gastronomiefachplanerin), Michael Fisch (47, Produktmanager), Sandra Ballard (22, Kauffrau für Büromanagement), Mario di Giovine (63, Pensionär), Hilko Meine (48, Krankenpfleger), Elke Ziegler-Hofmann (56, Diplom-Sozialpädagogin), Steffen Schirmbeck (37, stellvertretender Geschäftsführer) und Stefan Hein (53, Bankkaufmann).
  • Kreistag: Alexander Guhl (48, Bürgermeister von Bad Säckingen), Hidir Gürakar (66, Sozialberater in Rente), Alexander Wunderle (27, Student), Stefan Meier (48, Geograf und Theaterpädagoge), Angela Bäumle (53, Di­plom-Sozialpädagogin), Bülent Beskaya (63, Integrationsmanager) und Juliane Brenke (57, Einzelhandelskauffrau und Floristin).