Mit rund 200 Zuschauern war die Flößerhalle wieder gut gefüllt: Das Jahreskonzert des Musikvereins Wallbach ist nicht nur im Ort selbst ein Pflichttermin. Auch in der Kernstadt und den Nachbarorten haben die Wallbacher Orten zahlreiche eingefleischte Fans. Einzig am Tisch für Gemeinde- und Ortschaftsräte blieb es an diesem Abend für Fred Thelen und Klaus-Konrad Umbreit etwas einsam.

„Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit“, hatte sich der Verein als Motto des Abends ausgesucht. Daraus wurde ein Konzert mit Musik wie eine herzliche Umarmung. Für jeden sollte etwas dabei sein, so der Vorsitzende Michael Roth. Den Einstieg gab die gemeinsame Jugendkapelle Schwörstadt-Wallbach mit dem „Pink Panther“. Die „Royal Music“ von Michael Praetorius nahm die Zuhörer mit auf einen Tanz am Hofe und bei dem aus der Muppet-Show bestens bekannten Stück „Mah Na Mah Na“ sang das Publikum schon bei der Ankündigung mit.

So gut aufgelegt freute man sich dann auch entsprechend über die Aktivkapelle, die mit der „Sympatria“ von Thomas Asanger sehr gelungen einen dramatischen und orchestralen Einstieg wagte. Weiter ging es mit einem bunten Strauß an Film- und Musicalstücken, Swing und Klassik. Da war kein Platz für Trübsal. An diesem Abend war Kurzweil angesagt.

Moderiert wurde der Abend zum ersten Mal vom stellvertretenden Vorsitzenden Phillip Brunner, der in den großen Fußstapfen von Georg Rind noch ein wenig mit dem Mikrofon zu kämpfen hatte. Ein besonderer Moment wurde das Stück „Bésa memucho“: Das mexikanische Liebeslied widmete der Solist am Flügelhorn, Thomas Thomann, seinen Eltern, die kürzlich ihren 65. Hochzeitstag feierten.

Nach einem abwechslungsreichen Abend zeigten die Musiker nochmals aufs Neue, dass sie neben den modernen Stücken auch die Klassiker problemlos beherrschen. Mit der fröhlichen „Perger Polka“ nahm der Abend sein vorläufiges munteres Ende. Um zwei Zugaben ließen sich die Musiker dann aber nicht lange bitten. Bestens bewirtete bedeutete das Ende des Konzert für die meisten Gäste noch lange nicht das Ende des Abends. Mit guten Freunden saß man noch gesellig beieinander und versuchte sein Glück bei der Tombola.