Die Bekleidungskette Miller & Monroe wird auch ihre Filiale in der Lohgerbe Bad Säckingen schließen. Nach Informationen unserer Zeitung soll das Geschäft Ende Mai aufgegeben werden. Seit einigen Tagen läuft Abverkauf der Ware. Ratlosigkeit herrscht gerade in der Mitarbeiterschaft, die sich die Entscheidung nicht erklären können, wie es gegenüber unserer Zeitung hieß. Vor allem wisse niemand, wie es nun für die betroffenen Mitarbeiter weitergehen soll. Hintergrund der Schließung ist die Insolvenz der deutschen Muttergesellschaft Vidrea GmbH, die das deutsche Filialnetz des niederländischen Textilunternehmens Miller & Monroe betreibt. Eine Anfrage unserer Zeitung bei Miller & Monroe blieb am Mittwoch unbeantwortet. So ist unter anderem unklar, ob noch weitere Filialen am Hochrhein von Schließungen betroffen sein werden.

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Die Textilkette Miller & Monroe hatte vergangenes Jahr das ebenfalls insolvente Unternehmen Charles Vögele und dessen Filialnetz in Deutschland von dem italienischen Sempione-Konzern übernommen und an das eigene Konzept angepasst. Insgesamt geht es um 163 Niederlassungen mit 1800 Mitarbeitern. Mit dieser Transaktion seien laut Medienberichten noch einige finanzielle Zusagen verbunden gewesen, die Sempione aber nicht eingehalten habe, weswegen die Vidrea GmbH im März Insolvenz beantragen musste.

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Zunächst war davon lediglich der deutsche Unternehmensteil betroffen, inzwischen ist aber auch der in den Niederlanden ansässige Gesamtkonzern Victory and Dreams in wirtschaftliche Schieflage geraten. Deren Eigentümer Lex Hes hatte gegenüber Medienvertretern angekündigt, dass zwischen 40 und 60 deutsche Filialen von Miller & Monroe geschlossen werden sollen.