Den 90. Geburtstag feiert am 16. Januar Ursula Johanna Lozinski-Jarschel. Sie war zunächst Lehrerin an der Hans-Thoma Schule und dann an der Weihermattenschule, wo sie auch stellvertretende Schulleiterin war. 1994 ging sie in den Ruhestand.

Langer Schulweg

In Oberhausen stand die Wiege der Jubilarin. Sie besuchte die Volksschule und anschließend das Gymnasium. Als 1942 die Bombenangriffe auf das Ruhrgebiet erfolgten, flüchtete sie mit ihrer Mutter nach Oberschlesien, wo sie auf einem Dorf wohnten. Der Schulbesuch war für Ursula nicht einfach, denn sie musste an jedem Schultag sechs Kilometer zu Fuß zurücklegen, um am Unterricht teilzunehmen. So kam sie dann bis 1945 in ein Mädchenpensionat und machte 1951 das Abitur. 1950 heiratete sie. Ab 1958 machte sie das Studium für das Lehramt. Der Urlaub wurde dazu genutzt, um über Jugoslawien dann wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Im Schuldienst

In Oberhausen wohnte man bei den Eltern, und nach einem weiteren Ergänzungsstudium begann Ursula Johanna Lozinski-Jarschel dann ihre Tätigkeit im Schuldienst. 1968 kam sie an die Hans-Thoma-Schule. In Wallbach wurde ein Eigenheim gebaut und nach dessen Verkauf im Jahre 2000 in Öflingen eine Wohnung bezogen. 1994 starb ihr Mann.

Langeweile kennt sie nicht

1999 heiratete sie Lothar Jarschel. Seit acht Jahren wohnt die Jubilarin nun mit ihrem Mann in der Gießenstraße 17. Hier gefällt es der Jubilarin recht gut. Viel beschäftigt sie sich mit dem Lösen von Kreuzworträtseln, liest viel und spielt Rommé. Zu ihren besonderen Freuden gehört, dass sie öfters von ihrer früheren Rektorin besucht wird. Aber auch frühere Schüler besuchen die nunmehr im Rollstuhl sitzende Neunzigjährige öfters. Unterstützt von einer polnischen Pflegekraft verbringt die Jubilarin mit ihrem Mann den Alltag. Wenn Ursula Johanna Lozinski-Jarschel sich zurück erinnert, denkt sie auch gerne an die Zeit zurück, wo viele schöne Urlaubsreisen unternommen wurden. So kam man mit dem Wohnmobil schon bis an das Nordkap, war aber auch schon mehrmals in Amerika.