Die Ausstellung „Japans Meisterwerke der Holzarchitektur“ in der „Villa Berberich“ zeigt 90 Fotografien des Fotografen Fujitsuka Mitsumasa und bildet einen Abriss aus 1000 Jahren Holzarchitektur in Japan. Sie stellt sowohl weithin bekannte wie auch weniger bekannte Bauwerke vor, die aus verschiedenen Zeiten stammen und über ganz Japan verteilt sind, heißt es in der Ankündigung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freundeskreis Nagai – Bad Säckingen.

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Die Bandbreite reicht demnach von buddhistischen Tempeln und Shintô- Schreinen über ein Theater, Wohnhäuser, ein Teehaus, Villen, Burgen und Residenzen bis hin zu Brückenkonstruktionen. In Gesamtansichten und Detailaufnahmen wird eine Vielfalt an Gebäudeformen vorgestellt, die den Betrachter zu einer Reise durch 1000 Jahre Architekturgeschichte einlädt. Im Vorfeld wurde bereits am 11. Mai ein Torii im Teich an der „Villa Berberich“ als Dauerleihgabe an die Stadt aufgestellt. Das Bauwerk, ein Stück Holzarchitektur, wird auch die Ausstellung „Japans Meisterwerke der Holzarchitektur“ bereichern und auf Dauer eine Präsenz Japans im Stadtbild darstellen.

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Mit großer Selbstverständlichkeit wurden Gebäude im alten Japan prinzipiell aus Holz und nicht aus Stein errichtet. Dadurch hat sich großes Wissen um den Holzbau entwickelt und bewahrt, sodass bedeutende Baudenkmäler erhalten sind, die vor mehr als 1000 Jahren gebaut worden waren. Wesentlich dabei war und ist die traditionelle Handwerkskunst der Zimmerleute, die mit den natürlichen Gegebenheiten – reiche Niederschläge, häufige Erdbeben – zu kämpfen haben. Gerade weil hierzulande Holz als nachwachsender Baustoff für den Wohnbau zunehmend Interesse findet, lohnt es, den Blick nach Japan zu richten.

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Die Ausstellung, eine Leihgabe des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin (JDZB), wird am Sonntag, 18. August, um 11 Uhr mit einer Einführung von Tokiko Kiyota, stellvertretende Generalsekretärin des JDZB, eröffnet. Kiyota hatte bereits 2015 die Ausstellung „Weltkulturerbe in Japan“ in der „Villa Berberich“, damals in der Funktion als Direktorin des Japanischen Kulturinstituts Köln, eröffnet.

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Die Ausstellung wird ergänzt durch Vorträge. Am 25. August um 15 Uhr von spricht Christoph Henrichsen aus Andernach über „Historische Holzarchitektur in Japan – Gattungen, Techniken, Baustoffe“. Am 1. September um 15 Uhr spricht Wolfgang Fehrer aus Aarau über „Das japanische Teehaus, seine philosophischen und religiösen Hintergründe, seine ästhetischen und räumlichen Prinzipien“. Am 8. September um 15 Uhr spricht Nicole Baden aus Herrischried über „Ein innerer Ort in der äußeren Welt – vom Bau einer Meditationshalle in Herrischried“.

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Bad Säckingen wird hierzulande die dritte und letzte Station dieser Ausstellung sein nach überaus erfolgreichen Terminen beim Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin, dem Japanischen Kulturinstitut Köln und nicht zu vergessen in Tokio. Anschließend wird die Ausstellung zu ihrem Eigentümer, dem Fotografen Fujitsuka Mitsumasa, nach Japan zurückkehren. Sowohl die Botschaft Japans in Bern, das Rietberg Museum Zürich als auch Hochschulen und die Architektenkammer haben schon im Vorfeld großes Interesse an der Ausstellung gezeigt.

Die Förderer

Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Freundeskreis Nagai zeigt diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin sowie dem Japanischen Kulturinstitut Köln und dankt der Volksbank-Rhein-Wehra-Stiftung für die großzügige Förderung und der Stadt Bad Säckingen für ihre Unterstützung dieser Ausstellung. Zur Ausstellung steht eine 24-seitige illustrierte Broschüre mit erläuterndem Text zur Verfügung.