Als „Stadt des Wassers und der Traditionen“ präsentiert sich Bad Säckingens Partnerstadt Nagai. Im Sommer können sich die Teilnehmer der zehnten offiziellen Städtepartnerschaftsreise ein Bild von den kulturellen und landschaftlichen Schönheiten Nagais und Nordjapans machen. Die Vorschau auf diese Reise war der Schwerpunkt des Neujahrsempfangs, zu dem die Deutsch-Japanische Gesellschaft/Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen am Freitagabend in die Orangerie im Schlosspark eingeladen hatte. Flankiert von dem „schwarzen Löwen aus Nagai“, der für Fruchtbarkeit und Glück steht, sowie einem Ikebana-Kunstwerk, zeigten der Präsident Peter Haußmann und Regine Haußmann in einem Diavortrag sowie zwei Filmen die Attraktionen Nagais und des Nordens der Insel Honshu.

Naturschönheiten und kulturelle Attraktionen

Noch sind nicht alle Einzelheiten in Granit gemeißelt, aber die wesentlichen Eckpunkte der 14-tägigen Reise stehen fest: Am 29. Juli werden die Teilnehmer von Zürich nach Tokio fliegen und von dort per Bus in das etwa 350 Kilometer nördlich liegende Nagai gelangen, dessen ländlich geprägte Umgebung einen Kontrast zur Metropole Tokio bildet. An Naturschönheiten bietet Nagai Kirschbäume und Irispflanzen, den durch die Stadt fließenden Fluss Mogami sowie einen 1800 Meter hohen Berg. Kulturelle Attraktionen sind ein um 1200 erbauter Schrein, historische Bauernhäuser und das städtische Museum. Außerdem wurde 2013, anlässlich des 30. Jubiläums der Städtepartnerschaft, eine Stele mit dem Trompeter von Säckingen aufgestellt.

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Im Norden der Insel Honshu erinnert ein „Steinzeithügel“ an die vorjapanische Kultur, deren typische Skulpturen nachgebildet und in einem Park aufgestellt wurden, außerdem baute man die typischen Steinzeithäuser nach. Ausflüge führen in die Stadt Kitakata, die für historische Lagerhäuser bekannt ist, sowie in die Stadt Hiraizumi, die zu ihrer Blütezeit zwischen 1000 und 1200 eine der größten Städte Japans war.

Um 1200 befand sich dort die größte Ansammlung von Tempeln in Nordjapan, und obwohl viele Bauten im Laufe der Jahrhunderte untergingen, findet man noch immer eindrucksvolle Monumente, so dass die Tempel, Gärten und archäologischen Stätten zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Drei Tage werden die Teilnehmer in Nagai bleiben und anschließend von wechselnden Standorten aus den Norden Honshus erkunden. Eine kleine Delegation der Stadt Bad Säckingen wird mitreisen, ansonsten gibt es 15 Plätze, an denen bereits reges Interesse bestehe, so Peter Haußmann. Die Kosten für Übernachtungen und Flug dürften zwischen 3000 und 3500 Euro liegen.

Rückblick auf Höhepunkte des Vorjahrs

Zu den Höhepunkten des Vorjahres zählte der Kurzbesuch einer Delegation aus Nagai mit Bürgermeister Shigeharu Uchiya Ende September in Bad Säckingen. Dabei wurde die Einladung an die Bürger Bad Säckingens bekräftigt, aus Anlass der Olympischen Spiele 2020 Nagai zu besuchen. Eine Attraktion war auch die Ausstellung meisterhafter Fotografien über die historische Holzarchitektur Japans, die von Mitte August bis Anfang September in der Villa Berberich zu sehen war. Gut besucht waren die Kalligraphie-Workshops mit Rie Takeda und die Kochkurse mit Tomoyo Jäger. Bei den Märchentage wurde das japanische Märchen Kaza Jizô als Kamishibai (eine Art Papiertheater) gezeigt. In diesem Frühjahr sind Kochkurse, Ikebana-Workshops und ein Shodô-Workshop mit Rie Takeda geplant.