Bad Säckingen Lichterloh geht in die Verlängerung

Ursprünglich war geplant, das Musical Lichterloh im Bad Säckinger Gloria-Theater nur bis zum 6. Januar zu spielen. Die Liebesgeschichte zwischen Paul der Straßenlaterne und Claire, dem Mädchen von der Bushaltestelle wird nun bis zum 17. Februar 2013 verlängert.

Das neue Hochrhein-Musical Lichterloh geht in die Verlängerung. Statt wie ursprünglich geplant bis zum 6. Januar, wird die Liebesgeschichte zwischen Paul, der Straßenlaterne, und Claire, dem Mädchen von der Bushaltestelle, nun bis zum 17. Februar im Bad Säckinger Gloria-Theater zu sehen sein.

Eine schnelle Entscheidung, die auf große Beliebtheit des Musicals hinweist – denn erst vor zwei Wochen war Premiere. Richtig, wie Hochrhein Musical-Produzent Alexander Dieterle erklärt: „Das hatte sich eigentlich schon vor der Premiere abgezeichnet. Es wurden mittlerweile 8000 Tickets verkauft, die 10 000er-Marke haben wir fest im Blick.“

Es ist übrigens das erste Mal, dass im Bad Säckinger Gloria-Theater ein überarbeitetes Musical aufgeführt wird. Die Urfassung von Lichterloh stammt aus dem Jahr 2007. Komponist Jochen Frank Schmidt hatte bis auf die Story und Grundmelodien alles auf den Prüfstand gestellt und das Musical komplett überarbeitet. Der Komponist zeigt sich angenehm überrascht über die Reaktion des Publikums: „Es hat sich gezeigt, dass ganz viele Gäste, die bereits 2007 das Musical Lichterloh gesehen haben, sich auch für diese Version Tickets kauften. Man kann sich das Stück also auch ein zweites Mal anschauen.“

Das liegt auch daran, dass die neue Auflage keinesfalls identisch mit der Urfassung ist: Die Inszenierung ist flotter und kurzweiliger. Die Kulissen sind aufwändiger als 2007. Viel Zeit gelassen hatte sich das erfolgreiche Duo Schmidt und Dieterle bei der Auswahl der Darsteller. In mehreren Casting-Runden konnten auch die Nebenrollen hervorragend besetzt werden. Die Tiefen des Orchestergrabens sind für die Band im Gloria-Theater ebenfalls Vergangenheit, denn die Musiker wurden sogar prominent in das Bühnenbild integriert. Eine Entscheidung, die auch Missverständnissen vorbeugen soll, wie Jochen Frank Schmidt ausführt: „Viele Besucher hatten damals gedacht, dass die Musik vom Band kommt.“ Für den Komponisten steht aber außer Frage: „Wenn sich die Musiker schon so viel Mühe geben, dann soll man das nicht nur hören, sondern auch sehen.“ Die Folgen sind spektakuläre Eindrücke, wenn beispielsweise Vincenzo La Barbera, der junge Schlagzeuger aus der Schweiz, in sechs Metern Höhe über der Bühne hängt und den Takt vorgibt. Oder Bandleader Klaus Siebold mit seiner Klarinette am Bühnenrand auftaucht und als Straßenmusiker Teil einer Szene wird.

Und einen weiteren Grund für die Verlängerung des Musicals Lichterloh nennen die Macher: Längst sind es nicht mehr nur Besucher vom Hochrhein, die in das Gloria-Theater kommen. Mittlerweile hat es sich auch im Norden Baden-Württembergs und im Raum Zürich herumgesprochen, dass sich der Weg in die 17 000 Einwohner zählende Grenzstadt am Rhein lohnt. Auch wegen des besonderen Flairs des Gloria-Theaters.

Erbaut in den 50er Jahren und zu Beginn des neuen Jahrtausends sogar von der Abrissbirne bedroht, steht „das Gloria“ heute unter Denkmalschutz und versprüht einen Charme, den man, wie Schmidt und Dieterle sicher sind, bei den modernen Musical-Palästen in Stuttgart und Hamburg vergeblich sucht.

Alles rund um das Gloria-Theater im Internet:

www.suedkurier.de/gloria

Ihre Meinung ist uns wichtig
Mehr zum Thema
Alles zum Gloria-Theater in Bad Säckingen: Das Hochrhein-Musical ist längst über die Grenzen hinaus bekannt. Lesen Sie hier alles über das Gloria-Theater in Bad Säckingen.
Historische Momente
Neu aus diesem Ressort
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Schupfart/Schweiz
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren